34 UBEE FREIDANK.
933 under wilen [der] schalkhaftigen (1. schalkhaft) knehtdurch triigenheit dient wol (1. dient ze) reht.
Eine von Wiggert im zweiten Scherflein S. 70 — 78 be~schriebene und mir durch freundliche Mittheilung seiner eigen-händigen Abschrift näher bekannt gewordene MagdeburgerPapierhandschrift, von der schon oben die Rede war, ist imJahr 1460 geschrieben und enthält in etwa 3700 Zeilen, die derzweiten Ordnung folgen, eine niederdeutsche Übersetzung, derenVerfasser wahrscheinlich das am Schluss stehende Gebet hinzu-gefügt hat. Einige Stellen sind hier allein erhalten.
Bl. 21 l> »de logen mot dat swerent lan,schal se jenighe getruwere han.«
Ich schreibe den Spruch wie die folgenden gleich ins Hoch-deutsche um,
die lüge muoz daz swern lan,sol si iender triuwe hän.
Echt scheinen die beiden Zeilen, denn in der Handschrift e istFreid. 126, 15 statt diu glocke muoz den klüpfel hän, wie esgewiss richtig heisst, die erste fälschlich eingeschoben, »Diulugene müz dan claffen hän.«
Bl. 54 a »dat hebbe wy beyde gehört vn geseen«(1. swaz wir beide hän gesehen,)daz ist vil dicke geschehen.
— wirp selbe diniu dinc,
so. kürzet sicli daz tegedinc.von süren herzen hövescheit,daz ist verlorn arebeit.
— (alter) pfaffen kuonheit,
unde (1. junger) nunnen stretekeit
unde ohsen zelten
[diu] werdent (1. wht) gelobet selten.358 — junges mannes .... strit
30 und altes wibes hochgezit
und kleines pferdes loufen,
diu sol nieman [ze] tiure koufen.
Besser (a) im Liedersaal 3, 201 und (b) in der StrassburgerHandschrift vom Jahr 1385 (Diutisea 1, S. 324),