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4 (1887)
Seite
33
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ÜBER FREIDANK. 33

155 gedanc hceren unde sehen

die wellent nieman stsete jehen.in Einem muote niemen macbeliben einen ganzen tac.Wie man hernach sehen wird, kommen diese vier Zeilen, gleicher-weise aufeinanderfolgend, auch im lateinisch-deutschen Freidankvor: in meiner Ausgabe stehen die beiden letzten 58, 11. 12,wo nur die Worte äne sorge statt in Einem muote den Sinnändern, so dass ein anderer Spruch daraus wird, der seine Be-rechtigung durch eine in der Anmerkung beigebrachte, ent-sprechende Stelle bei Walther enthält. Die Handschrift SC (110 b )stimmt wieder mit dem Texte hier überein.

249 ez sint driü dinc (1. drin dinc sint) alleine

aller manne gemeine,

pfaffen wip und spiler win:

begozzen brot magz dritte sin.pfaffen wip meretrix, Berthold sagt 359 pfäffine; vgl. Freid. 16,17.spiler win wohl ein Wein geringer Art, der Spielern gereichtwird, begozzen brot sind mit heissem Fett beträufelte Brot-schnitten: Näheres bei Hadlaub MS. 2, 19l h (vgl. MSHag. 2, 299 1 '),so der haven walle und daz veize drinne swimme, so begiuzin (den Gästen) wiziu brot: Wackernagel (Haupts Zeitschrift 6,S. 269) bezeichnet es als Vorkost. Ein Stadtpfleger zu Augs-burg war im Jahr 1347 her Heinrich der Begozzenbröt genannt.Eine prosaische Auflösung des Spruchs in einer StrassburgerHandschrift (Diutisca 1, S. 325) lautet spiler win, pfaffen wipund begozzen brot daz sint driü dinc diu gemeine sint.

307 swer sich vor sünden bewart (1. hat bewart).

der hat begangen [ein] guote vart.311 swer offenbare sünde tuot,

der habe vorhte; daz ist guot.

315 swelher üne riuwe ist, 357

dem wirt gegeben kleine frist. 29

swaz man äne riuwe tuot,

daz wirt vil selten guot.321 swer sich niht liegens schämen wil,

der volget eime boesen spil.493 zwivel grozen schaden tuot.

er yelschet manegen hohen muot.

W. GU1MM, KT-. SCHMITTEN. IV. 3