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4 (1887)
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16 ÜBER FREIDANK.

kan. W. G. 43 !l swelh man hat einen riehen' muot, derst nihtarm mit kleinem guot: Freid. 43, 20 swä ist froelich armuot, daist richeit äne guot. W. G. 44 1 ' swer sinem guot niht herschenkan, derst der pfenninge [dienstjman: Freid. 56, 15 nieman derze herren zimt, der sin guot ze herren nimt. W. G. 42" swenniht geniieget des er hat, des armuot mac niht werden rät:Freid. 43, 10 swen geniieget des er hat, der ist riche, swiezergät. W. G. 44 b swelh man verkouft sin frien muot, der nimtniht gelichez guot: Freid. 131, 3 ichn grabe minen frien muotumbe keiner slahte guot. Dazu kommt dass ich diese Sprich-wörter grossentheils nur bei beiden gefunden habe. Heinrich341 von Türlein, der etwa im Jahr 1220 die Krone dichtete, ge-18 währt kein Zeugnis über Freidank, wenigstens nicht in der mirallein zugänglichen Wiener Handschrift, die unvollständiger istals die Heidelberger; in einem Spruch fasst er sich ganz anders,s. unten die Anmerkung zu 88, 15. Lichtenstein scheint sichnur um die Dichtungen von Artus und der Tafelrunde be-kümmert zu haben: mit Freidank kommt einiges Gemeinsamevor, doch die Übereinstimmung müsste entschiedener sein.Frauendienst 95, 14 ich was da der beste niht: ich was ouchniht der boeste gar: Freidank 90, 25 wer mac die besten üzgelesen, wan nieman wil der boeste wesen? Frauend. 340, 25guot gedinge derst vil guot: lieber wan noch sanfter tuot:Freid. 134, 22 diu greeste fröide die wir hän, däst guot gedingeund lieber wan. Frauend. 475, 21 der edele sol erbarmen sichüber die armen; daz rät ich: Freid. 40, 15 man soll sich gerneerbarmen über die edeln armen. Fleck hat die Bescheidenheitnicht gekannt (vgl. Anm. zu 107, 23), auch nicht Stricker, derim Jahr 1240 starb: da, wo er von Ketzern spricht (Hahnkleinere Gedichte von Stricker 12, 503 f.), hat er gar nichts mitFreidank gemein, so ähnlich im Allgemeinen Gedanken undAnsichten sind. Auffallender ist es, dass Ulrich von Türheim,der in seinem um das Jahr .1250 gedichteten Wilhelm Sprich-wörter genug vorbringt, nichts von ihm zu wissen scheint. Dieeinzige Stelle, in der man etwas Ähnliches findet, ist doch zuverschieden gefasst, Pfalz. Handschr. 152. Cassel. 120" ez istein altiu lere da.z sich der man gesellet als sin leben ist ge-