8 UBEK FREIDANK.
der zweiten Ordnung: die einer ganz anderen Aufstellung fol-genden Handschriften 9(53 haben nichts daraus, ebensowenigscheinen Hugo von Trimberg und Boner ihn gekannt zu haben.In Bb bricht diese geschichtliche Erzählung ohne allen Zu-sammenhang mit dem anderen plötzlich hervor. Endlich habenA und Bb die Quelle nicht gleichmässig benutzt, A hat 162,25—163, 12, Bb 157, 1 —162, 25, ein noch grösseres Stück,ganz allein. Immer aber muss diese Vermischung schon frühestattgefunden haben, da sie sich bereits in der ältesten undbesten, sicher in das 13. Jahrhundert gehörigen Handschrift83t zeigt. Der Abschnitt von Rom passte mehr in den Plan der6 Bescheidenheit. Das alles scheint-mir darauf zu deuten, dasswir nur Bruchstücke eines grösseren Werks vor uns haben.Gleichzeitig mit dem Übrigen sind sie nicht gewesen, das er-weist eine andere Bemerkung: dort nämlich (46, 15. 130, 10)begegnen wir mehrmals der Klage über Nichtachtung des päpst-lichen Bannes, hier (148, 19) dagegen einer herben Äusserungüber die Käuflichkeit desselben zu Rom, ja der über den KaiserFriedrich ausgesprochene Bann (157, 19. 21. 158, 2. 160, 10. 19.162, 4) wird geradezu als ungerecht und unkräftig betrachtet.Der Dichter redet von Rom, wo er Gras in den Palästen ge-funden hat (148, 23), als Augenzeuge: er mag auf dem Zugnach Syrien dort gewesen sein und beschreibt diesen Aufenthalthernach als er sich in Akers befindet. Jetzt versteht man auch,wie eine Stelle doppelt vorkommen kann, in dem früheren Ge-dicht (132, 26 — 133, 4) als gemeines Sprichwort, in -dem spä-teren (158, 16—21) mit passender Anwendung auf den Kaiserund den Sultan.
Lässt sich keine Hinweisung auf das verlorene Werk finden?Ich muss auf eine vielfach angefochtene Stelle in Rudolfs Wil-helm von Orlens zurückkommen, die in allen ziemlich zahlreichenHandschriften immer gleichlautend erscheint,
wold iucli meister Fridancgetihtet hau, so wseret irbaz für komen danne an mir,oder von Absalöne:hast er iuch also schone