23anwenden. Oder wollen wir fortfahren imSchwalle des Alltagslebens mit dem größerenHaufen gedankenloser Menschen auf demTege in die Ewigkeit dahin zu taumeln, undnicht eher von dem gefährlichen Schlafe derGleichgültigkeit gegen Gott, Religion undEwigkeit zu erwachen, bis wir den eiser-nen Gang des herannahenden Todes verneh-men, nicht eher unsere schreckliche Thorheit derWelt eingestehen, bis die fürchterliche Posanneschmettert, und der große Lehrer der Menschenwieder kommen wird in den Wolken des Him-mels als Richter der Menschen, um vorHimmel und Erde die Verächter seiner heili-gen Religion mit ewiger Schande zu bedecken?Und soll unser Antheil nicht mit diesen Ver-worfenen seyn; o so hören wir dochdie Stimme der Vernunft und der Religion;und weisen wir Gottes Güte und Erbarmenmit Blindheit des Verstandes und Bosheit desHerzens nicht von uns ab; denn es gilt jaeine glückliche oder unglückliche Ewigkeit. Er-reichen wir unsere hohe Bestimmung nicht, derenwir uns während unseres Hierseyns würdigmach-
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Achte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 13. des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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