Der Mensch kam aus der Hand des weisenund mächtigen Schöpfers ursprünglich mitallen jenen Anlagen und Kräften versehen,die ihn tauglich machten seine ihm bestimmteSeligkeit zu erlangen. Allein da das erste Men-schenpaar gar zu glücklich seyn wollte, so wurdees durch den Mißbrauch seiner Freyheit vonGott getrennet, und eine große Scheidewandzwischen Himmel und Erde, zwischen Gottund der Menschheit stand da. Kein pures Geschoͤpfvermochte es, diese große Scheidewand nieder-zureißen. Der gütige Schöpfer ging aberdem gefallenen Menschengeschlechte mit Vaterhuldnach, und versprach ihm einen Erretter. GottesSohn, Er selbst der Abglanz des ewigen Vaters,erschien in unsrer Natur, als ein Opfer fürdie einer Entsündigung bedürftige Welt, alsHirt für die eines göttlichen Führers bedürftigeWeit.
Druckschrift
Achte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 13. des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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