21wissen von seinem Leiden, von seinen Beyspie-len, von seinen Lehren und Geboten gar we-nig? In den eben der Heiligen, in einemsalbungsvollen Andachtsbuche, in der Betrach-tung göttlicher Wahrheiten würde man neueStrahlen der Wahrheit und des Lichtes fin-den. Aber wer liest solche Bücher? Legt mannicht jedes Religionsbuch unter den kahlestenAusflüchten nieder, und greift entweder nachfabelhaften Büchern, die den Kopf mitVorurtheilen anfüllen; oder nach gottlosenBüchern, welche die Glaubens= und Sitten-lehren Jesu bald gradezu, bald nebenher an-greifen, und untergraben? oder man greiftnach schmutzigen Büchern, welche die Einbil-dungskraft mit schändlichen Gemälden befle-cken, und das Herz verderben. Und so sindviele nur Christen, weil sie von christlichenAeltern geboren wurden, sie sind keine Christenaus Ueberzeugung von der Wahrheit und Gott-lichkeit der Religion.Aus dieser Unwissenheit des Verstandeskömmt jene Geringschätzung der Religion:den
Druckschrift
Achte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 13. des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
Entstehung
Seite
21
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten