rung in volkreichen Städten zur sichren Obhut so vieler Kleinen unentbehrlich ist,die durch die Beschäftigung der Eltern außerhalb ihrer Wohnungen, sich selbstüberlassen und mancherlei Unglückfällen ausgesetzt sind.Daß die Ursachen der Verarmung, so fern dieselben im Müssiggange, in derUnwissenheit, und in der (meistens selbst verschuldeten) Entartung der sinnlichenTriebe ihren Grund haben, nur durch den bessern Jugendunterricht zu vermindern;daß die Hauptquellen des Elends nur durch eine gottergebene, vernünftigeBildung in ihrem verderblichen Strome aufzuhalten und allmälig zu entfernensind: diese durch die Erfahrung aller Völker bestätigte Wahrheit liegt den Fürstenund Staatsmännern unsrer Zeit so nahe am Herzen, daß für den Standpunct,auf welchem sich das Schulwesen hiesigen Landes befindet, nimmermehr ein Rück-schritt zu befürchten, sondern für die Angelegenheit der Volksbildung ein fortge-setztes Streben zum Ziele zu erwarten ist.V. Krankenpflege.In das hiesige Max=Joseph Krankenhaus in der Neustadt; dürfen (ausleicht begreiflichen Gründen) keine solche Kranke aufgenommen werden, die an un-heilbaren Uebeln, oder an Entkräftung aus Altersschwäche, daniederliegen. Daherhat die Anstalt die Vorsorge getroffen, für die Aufnahme entkräfteter Greise, undgefährlich Erkrankten zwei besondere Zufluchtsorte zu errichten. In dem einem(auf der neuen Halle) werden die alten und kranken Frauen, in dem andern (inder ehemaligen Reuterkaserne) die alten und kranken Männer verpflegt, welche we-der in ihren Wohnungen, noch bei den Ihrigen die nöthige Aufwartung habenkönnen.Mit den Unternehmern dieser Häuser wurde ein eigner Verpflegungsvertraggeschlossen, über dessen genaue Befolgung die Bezirksvorstände nebst den Pfarrerndie Aufsicht führen. Bettzeuge, Arzneyen und Kleidungsbedürfnisse werden vonder allgemeinen Pflege-Anstalt angeschafft, und für jeden Kranken täglich zehnStbr. entrichtetFür diejenigen Kranken, welche bei den Ihrigen die gehörige Auswartung ha-ben, werden von den Bezirksvorstehern die zur Pflege erforderlichen Auslagen so-wohl, als die Heilmittel nach Vorschrift der Aerzte angewiesen.
Druckschrift
Übersicht des Zustandes der allgemeinen Armenpflege zu Düsseldorf in dem Jahr 1815
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7
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