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Th. 1 (1811)
Entstehung
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279
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III. Cap. §. XXXVII. Maßregeln gegen körperliche Verletzungen. 2751) Stirbt der Kranke, so muß alles, dessen er sich bediente,verbrennt werden; vorzüglich gilt dieses von allem dem, was erzum Munde gebracht, oder was mit seinem Speichel benetzt wor-den. Dieß ist das beste Mittel, jene, die den Kranken umgaben,von aller Furcht zu befreyen, worüber sie nicht immer Herr sind,so viel Mühe man sich auch immer zu ihrer Besiegung giebt. 2)Wenn die Leiche mit Vorsicht geöffnet worden, (falls Verwandteund Witterung diese Oeffnung erlauben,) so muß selbige tief be-graben und der Sarg mit ungelöschtem Kalch ausgefüllt werden.Die Begräbnipstelle wird bezeichnet, damit man sie nicht zu frühwieder öffne. 3) Wenn die Krankheit chronisch wird, so muß mandie Eyterung der Wunde, so lang wie möglich unterhalten, undwenn der Theil es erlaubt, sie in ein Fontanell verwandeln. DieNahrung muß aus dem Pflanzenreich genommen, und die geistigenGetränke gemieden werden. Dabey reinige man die ersten Wege,und gebrauche die China, den Essig, den Moschus, den Kampfenund die BelladonnaWir halten es für nothwendig, einige Bemerkungen überdas Brennen mit dem Schlüssel des H. Hubertus zu machen,da der Aberglaube diesem Schlüssel mehr Kraft als jedemandern glühenden Eisen bey der Vorbauungskur der Wuthzuschreibt. Von den ältesten Zeiten an, sagt Dr. Rouge-mont, hat man die Anwendung des glühenden Eisens zurZerstörung des gebissenen Theils und zur Zernichtung desGifts als eines der beßten Vorbauungsmitttel angesehen,Um aber etwas von diesem Brennen hoffen zu können, mußdieses so geschehen, daß alles vom Geifer des Thiers durch-drungene oder die ganze Ausdehnung der Wunde in einemAugenblicke zerstört werde. Ein leichtes Anbrennen ist vongar keinem Nutzen; zerstört das Feuer nur den größten Theilder Wunde, und läßt auch nur den kleinsten Theil unbe-rührt, so wird, da alles Gift nicht zerstört ist, der Wuthnicht vorgebauet. So vortheilhaft auch das Brennen seynmag, so kann es nicht angewendet werden, 1. bey sehrfurchtsamen Kranken; 2. wenn die Wunde sehr groß ist,oder wichtige Theile um sie herliegen; 3. bey einer großen