Druckschrift 
Th. 1 (1811)
Entstehung
Seite
273
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III. Cap. F. XXXVII. Maßregeln gegen körperliche Verletzungen. 27äußert. 8. So wie die Wuth ausbricht, so ist es am sichersten dasThier zu erschießen. Man hat noch versucht, Gefäße mit dampfen-dem Essig in die Oerter zu bringen, in denen das Thier sich be-findet, und Beudon sagt, er habe durch dieses Mittel schonwüthende Hunde geheilt. Diese Beobachtungen sind gut, aberdennoch, wir wiederhohlen es, es ist sicherer, die Thiere gleichumzubringen. 9. Das todte Thier wird in eine tiefe Grube gelegt,und mit einer gewissen Menge Kalk bedeckt. 10. Der Stall mußsehr genau gereinigt und überweißt werden; wenigstens müssen dieMauern mit einer Auflösung von ungelöschtem Kalk gewaschenwerden. Alles Verdächtige, alles, was das Thier mit Geifer oderBlut befleckt hat, muß verbrannt werden.Das Wuthgift kann dem menschlichen Körper auf ver-schiedenen Wegen mitgetheilt werden: 1) durch eine Wunde,die das tolle Thier mit seinen Zähnen beybringt, und inwelcher der Geifer abgesetzt wird; aus dieser Ursache ist derBiß in einem nackten Theil viel gefährlicher als jener, derdurch dicke Kleidungsstücke beygebracht wird; 2) durcheine durch ein Instrument gemachte Wunde, auf welchemWuthgift vorfindlich war; es ist daher vorsichtig, die spitzi-gen Instrumente, mit denen man Thiere dieser Art getödtethat, durch das Feuer zu reinigen; 3) durch Wunden, diedurch die Klauen des Thieres gemacht werden; 4) durch Ver-letzungen, die man sich bey der Oeffnung der Leichen derWasserscheuen zugezogen hat; 5) wenn der Geifer des tollenThieres auf die Oberfläche der gesunden Haut, an die Fin-ger oder an die Hand, auf die Leszen und in den Mund gebrachtwird; 6) wenn durch das Verschlucken das Gift in denMagen gebracht wird; 7) durch den Genuß des Fleisches undder Milch von Thieren, die an der Wuth umgekommen sind;8) durch den Beyschlaf.Die neuern Aerzte bestimmen drey Perioden für den Ver-lauf der durch das Wuthgift verursachten Krankheit; die ersteenthält die Zwischenzeit, welche zwischen dem Bisse und derErscheinung einiger Zufälle verfließt; diese Erscheinung be-stimmt die zweyte Periode, und so wie Wasserschen sich ein-Handbuch. I. Th.