III. Cap. §. XXXVII. Maßregeln gegen körperliche Verletzungen 267auch, da man doch ihres Nutzens wegen sie nicht ganz vertilgendarf, diejenigen, denen das Hundehalten erlaubt ist, unterrichten,was sie zur Erhaltung der Gesundheit dieser Thiere in Acht zunehmen haben. Die diätetischen Regeln lassen sich auf folgendezurückbringen:1. Die Hunde müssen immer reinlich gehalten, und fleißiggekämmt, gestriegelt und gewaschen werden. Zottichte müssen we-nigstens zweymahl im Jahre geschoren werden. Man muß ihnenoft frisches Stroh geben. 2. Im Winter müssen die Hunde inwarmen und mit Stroh versehenen Ställen vor Kälte, Wind undNässe wohl verwahrt werden. Es ist sehr schädlich, wenn dieHunde lange Zeit unter dem heißen Ofen, oder an dem Feuer mitdem Kopfe oder mit dem ganzen Körper liegen. Man hat dadurchdie Hirnentzündung und die Wuth bey ihnen entstehen gesehen. 3.Im Sommer dürfen die Hunde nie lange der Sommerhitze, nochweniger den Sonnenstrahlen ausgesetzt seyn, was man vorzüglichbey Kettenhunden wohl in Acht zu nehmen hat. Diese Zeit hin-durch muß man sie oft im Wasser herumschwimmen lassen. 4. Manmuß Hunde, die von der Jagd oder dem Viehtreiben zurückkommen,nicht sogleich über das Essen und Trinken herfallen lassen. 5.Immer müssen sie frisches, reines Wasser im Ueberfluß haben. Beystarker Kälte ist vorzüglich hierauf zu sehen, weil das Trinkwasserdann so oft gefriert. 6. Nie muß man irgend eine thierische Sub-stanz, die anfängt zu faulen, unter ihre Nahrung mischen. Letzteremuß überdieß immer etwas gesalzen seyn. Stark gesalzene odersehr gewürzte Speisen sind den Hunden schädlich; eine Warnung,die vorzüglich bey Stuben= oder Schooßhunden, die von den Tischenihrer Herrn gefüttert werden, nicht außer Acht zu lassen ist. 7.Das Brod für die Hunde muß immer wohl gegohren haben, gutgesalzen, nie schimmlicht und verdorben seyn. 8. Knochen macheneinen wesentlichen Theil der Nahrung für Hunde aus, man mußihnen immer einige geben. 9. Niemahls muß man die Hundelange Zeit herumlaufen lassen, weil sie dadurch mit andern Hundensich herumzubeißen Gelegenheit bekommen, selbst beißig und zornigwerden, und auch aus Hunger und Durst schädliche Sachen hinein-fressen und saufen, welche Ursachen zu künftigen Krankheiten undzur Wuth abgeben können. Vorzüglich aber wird der Eigenthümerdadurch außer Stand gesetzt, auf seinen Hund gehörig Acht haben
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