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Th. 1 (1811)
Entstehung
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265
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III. Cap. §. XXXVII. Maßregeln gegen körperliche Verletzungen. 265noch bellen, andere sind so heiser, daß man sie kaum hören kann,einige bellen ganz wie gesunde, und einige heulen auf eine sehrklägliche Art. Einige sind mehr schläfrig als traurig, anderesind keins von beyden. Bey einigen bemerkt man ein bald stär-keres, bald schwächeres Zittern, auf welches dann schnell die Wuthkommt. Einige, die von Natur furchtsam und ängstlich sind, spitzenimmerhin die Ohren, als ob sie auf etwas horchten. Einigenfließt ein brauner giftiger Schleim aus der Nase, andere gebeneinen trüben, ja zuweilen schwarzen Urin von sich. Bey einigenist der Geifer nicht eigentlich schaumig, aber dickigt, zähe, stinkend,so ist auch die Zunge gewöhnlich aschfarbiggrau. Andere fürchtenaus großer Angst ihren eigenen Schatten, und fliehen davon. Esgibt wüthende Hunde, die immer ihren Weg gerade fortgehenohne davon abzuweichen; andere gehen links und rechts, um ihreBeute anzufallen. Einige beißen weit eher Thiere als Menschen,sie gehen ruhig zwischen diesen her, und fallen mit Wuth denersten Hund an, der ihnen aufstößt. Man sah einen wüthendenHund, der in dem dunkeln Eck eines Stalls angekettet lag, jedes-mahl von den heftigsten Zuckungen ergriffen werden, wenn nuretwas Licht durch die Thüre oder die Fenster hereinkam.Die drey vorzüglichsten Zeichen, welche zusammen an demDaseyn der Wuth nicht zweiflen lassen, sind: das Ausfließen desSchleims aus dem Munde, die Abneigung gegen Nahrungsmittel,und die Wasserschen. Nur im zweyten und dritten Grade derKrankheit kommen, wie wir sahen, diese Zeichen vor, ja die Wasser-scheu fehlt zuweilen sogar, weil solche Thiere Flüsse durchschwimmen,und Hunde, die während der Krankheit wasserscheu waren, dieseScheu am Ende verloren und soffen. Dieses einzige Symptomkann uns also nicht genügen, um zu bestimmen, ob das Thier wü-thend sey; man muß im Gegentheil die genaueste Aufmerksamkeitbey der Untersuchung aller dieser Umstände anwenden, um zurGewißheit zu gelangen.Was die Schwierigkeit, die Wuth zu erkennen, für dengemeinen Mann, der sich auch so oft mit Behandlung dieser Krankheiten abgibt, noch vermehrt, ist die Bemerkung, daß Hunde sichin so manchen Umständen befinden, wo sie mehr oder weniger ver-dächtig scheinen, und ohne wüthend zu seyn beißen; hält man sie