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Th. 1 (1811)
Entstehung
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225
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225III Cap. §. XXXIV. Reinigkeit der Luft.sam bewegen, einen stärkern Fall und eine schnellere Bewe-gung zu geben suchen.C. Stadtgräben.Stadtgräben, welche keinen beständigen freyen Abflußhaben, vergiften die Luft durch ihre Ausdünstungen, undmüssen daher ausgetrocknet werden; haben aber solche Grä-ben eine hinreichende Gemeinschaft mit fließenden Wässern,so müssen sie dessen ung achter von Zeit zu Zeit abgelassenund ausgeschlämmt werden. (Hebenstreits Lehrsätze dermedic. Polizey=Wissenschaft.) — Das Ausräumen der Stadt-gräben, der Bäche oder anderer Wässer, wenn solches noth-wendig ist, darf nicht in den heißesten Sommer=Tagen ge-schehen, weil dann der ausgeworfene Schlamm die ganzeGegend mit faulen Ausdünſtungen anfuͤllet; das Nehmlichegilt von der Austrocknung und Urbarmachung der Sümpfe.D. Bauar tder Häuser.In Städten ist die Höhe der Häuser, die Enge und Ver-krümmung der Straßen, der Mangel großer Hauptplätzeeine vorzügliche Ursache der ungesunden Luft.„Zur gesunden Bauart der Städte gehört, sagt Heben-streit in dem angeführten Werke, daß die Gassen geradeangelegt werden, und ihre Breite in schicklichem Verhältnissemit der Höhe der Häuser stehe, damit die Luft hinlänglichbewegt und erneuert werden könne. Je höher die Häuserund je enger und winklichter dabey die Straßen sind, destomehr stocken und sammeln sich unreine Ausdünstungen, destolänger bleibt die Feuchtigkeit auf den Straßen stehen, unddesto mehr muß daher die Gesundheit der Einwohner leiden.Große freye Plätze und zahlreiche geräumige Thore, welchedie Gemeinschaft mit der Luft außer der Stadt unterhalten,sind wichtige Mittel, die Gesundheit der Luft zu erhalten.Hohe Stadtmauern sind der Gesundheit der Einwohner nach-theilig, weil sie die Erneuerung der Luft hindern. — DieAupflanzung lichter Alleen von hohen breitbelaubten Bäumeniſt in der Nähe der Städte und Dörfer zu empfehlen.Handbuch. I. Th.