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Th. 1 (1811)
Entstehung
Seite
207
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III. Cap. §. XXXII. Polizey Maßregeln in Betreff des Wassers rc. 207wassern vor, weil es aus einer unauflößbaren Kieselerde oderaus harten Sandsteinen entspringt, durch deren Zwischen-räume es nicht dringen kann, ohne allen fremden gröbernGehalt abzulegen; es ist jedoch in denjenigen Gegendenweniger rein, wo statt der Kieselerde und Sandsteine nichtsals Kalksteine, Marmor oder Kreidenerde rc. gefunden wer-den. — Da, wo man sich des aus großen Flüssen oderschnell fließenden Bächen geschöpften Wassers bedient, mußdie Polizey Sorge tragen, daß es nicht mit fremden Theilenvermischet werde, wie dieß bey großen Ueberschwemmungenund anhaltendem Regen zu geschehen pflegt. Durch den 42.Art. 27. Tit. der Ordonnanz von 1669 ist verbothen, Unrathoder Koth in die Ströme oder Flüsse zu werfen; die Fleisch-hauer, Gerber, Färber 2c. müssen angewiesen werden, denUnrath an den besonders hiezu bestimmten Orten auszu-leeren. — Das Regen=, Thau= und Schneewasser wird mitUnreinigkeiten aller Art vermischt, meistens durch Röhre undüber Stellen geleitet, die von Bley sind, und ist daherschädlich. — Die Aerzte haben sehr vieles gegen das Brun-nenwasser einzuwenden; indessen gibt es doch auch Brunnen,wasser, welches von fremden Theilen eben so rein ist, wiedas Quellwasser. — Die Local=Verwalter handeln sehr gut,wenn sie durch erfahrne Aerzte und Chymiker die vorhan-denen Quellen, Brunnen oder andere trinkbare Wasser prüfen,und die Beschaffenheit eines jeden bestimmen lassen, damitdie Einwohner die bessere Gattung wählen können. DieQuellen und Brunnen liefern nicht beständig eben dasselbeWaſſer; ſtarke Regenguͤſſe, Schnee, der auf einmahl ſchmelzt,und andere Umstände bringen hier Veränderungen hervor;es ist daher nothwendig, diese Prüfung wenigstens alle Jahreeinmahl vorzunehmen.Man pflegt lebendige Quellen einzufassen und zu ver-wahren, damit das Wasser nicht durch fremde Körper ver-unreiniget werde. — Die Regeln des Brunnenbaues hatKrünitz in seiner ökonomischen Bibliothek sehr gut zusam-