III. Cap. 5 XXIX. Polizey=Maßregeln in Betreff des Getreides 2c. 193und das Korn seines Mehles und folglich seines nährendenStoffes beraubet. — Bey dem Brande, welcher, so langdas Getreide, das man aussäet, neu ist, anstecket, (dennmit den Jahren verlieret sich die erbliche giftige Kraft desbrandigten Saamens) ist der Weitzen, welcher vorzüglichdem Brande unterliegt, inwendig mit einem schwarzen, sehrstinkenden Staube angefüllt. Man unterscheidet darunterden Karfunkel von der Fäule des Korns; in jenem ist dasAeußere der Frucht noch gut; nur daß der Kern sehr aufge-schwollen ist; innerlich ist alles in den erwähnten schwarzenund klebrichten Staub verwandelt. Die Fäule verräth auchschon an der Oberfläche des kranken Kernes seinen innernZustand. — Dergleichen Getreide ist unnahrhaft, und oftmehr als verdächtig; das zähe Wesen dieses unreinen Gemischesläßt einen Kleister im Magen zurück, welcher wenigstens zurErzeugung eines, besonders Kindern und jungen Leuten ofttödtlichen Wurmschleimes, zu hartnäckigen Verstopfungen undendlich zur Auszehrung Anlaß giebt.“ — Nicht allein dieAusartung des Getreides, sondern vielleicht noch mehr dessenVermischung mit verschiedenen unter jenem aufkeimenden Saa-men verdienet die Aufmerksamkeit der Polizey; der Genußder Trespe und des Schwindelhabers verursacht Kopfschmerzenund Schaden an den Augen, die Menschen werden schwind-licht, bekommen zitternde Hände und Geschwulst an denheimlichen Theilen 2c.Man hat bis jetzt noch kein Mittel gefunden, das Ent-stehen des Mutterkorns, des Brandes und des Restes zuverhindern; eine sorgfältige Absonderung der angesteckten Kör-ner und der fremden Saamen muß von den Local=Verwalternden Bürgern anempfohlen werden; in Frankreich ist denMüllern verbothen, Korn zu mahlen, worunter Mutterkornbegriffen ist. Wir werden hier einiges von dem aushebenund mit Bemerkungen des D. Frank begleiten, was Todein Betreff der Vorbeugungs=Mittel der Kriebel=Krankheit ausden Berichten mehrerer Aerzte mitgetheilt hat:Handbuch. I. Th.
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