160I. Abschn. Verwaltende Polizey.Uebel entwickeln. Es entsteht gewöhnlich aus einer verdor-benen Luft, dem Einflusse des Wassers, den harten undmühsamen Arbeiten, mit denen sich die Land=Bewohner zuallen Jahrszeiten beschäftigen, einer rauhen, ungesunden,öfters unzulänglichen Kost, und der äußersten Unreinlichkeitals einer nothwendigen Folge der Sorglosigkeit und Dürftig-keit. Noch sind unter die allgemeinen Ursachen ansteckendenKrankheiten zu rechnen, die feuchten, unterirdischen, dumpfenWohnungen, in die kaum das Tageslicht zu dringen ver-mag, die Moräste und Sümpfe, die Mistpfuhle, die stocken-den Gewässer, die sich in den Straßen und an den Häusernsammeln, und dergleichen.Allein, nebst diesen allgemeinen Ursachen giebt es nochandere, die jedem Lande eigen sind, und von der örtlichenLage desselben, oder von den Gebräuchen und der Lebens-weise der Einwohner herrühren.Diese mit den allgemeinen Ursachen zusammenwirkendenLocal=Ursachen sind es, welche vorzüglich untersucht zu werdenverdienen, damit man um so leichter die wahren Präservatis-und Heilmittel gegen die Epidemischen Uebel auffinden könne.Ich empfehle Ihnen deßhalb, m. H., die Aerzte zu ersuchen,daß sie keinen von diesen einzelnen Umständen in ihrenBerichten übergehen; und zur Erweckung ihres Eifers, sagenSie ihnen, daß ihre Berichte der Arzney⸗Schule zu Parismitgetheilt werden, welche beschäftigt ist, die gesammtenBeobachtungen in Hinsicht der medicinischen Topographie desReichs, und der Geschichte und Behandlungs=Art der herr-schenden und ansteckenden Krankheiten, zu sammeln. DieseSchule wird übrigens den Aerzten bey seltenen und schwie-rigen Fällen mit ihren Berathungen an die Hand gehen, undwenn es die Umstände erfordern, dürften wohl ein oder zweyihrer Glieder an die Orte gesendet werden, wo etwa ihreGegenwart nöthig befunden würde.Man hat bemerkt, m. H., daß die beunruhigenden Gerüchte,die man bisweilen in dem Publikum bey der ersten Aeußerung
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