156mhd. teidingen, aus tegedingen tagedingen zusammengezogen, bedeutet vorGericht (tageding) etwas verhandeln. 15) Aehme (sprich âme), mhd. âme undôme, Ohm. 1) Lacken, Tuch und Gewebe von Wolle, Leinen, Hanf u. s. w.,allgemein im Niederländischen, Niederdeutschen (altengl. lake). Es hat imGebiet des Hochdeutschen heute die eigentl. hochdeutsche Form (ahd. lahhan,lachan, mhd. lachen) verdrängt. *) Aus dem älteren isarn, isern bildetensich mhd. die beiden Formen das üser (Eiser) und das isen (Eisen). Jenesscheint besonders von verarbeitetem Eisen gebraucht zu sein. Eine Wage Eisen-ware bezeichnet hier das bestimmte Gewicht, welches man für solche anwendete.19) schwahr = schwer. 1) Schauf kann hier kaum etwas anderes alsScheibe (niederdeutsch schife) bedeuten. Es liegt wol eine Verwechselungzwischen diesem und Schuf (schük) d. i. Schieber, Schiebdeckel vor. 194) Schöffein der Urk. **) Das Lint oder Lind, Band, hier leinen Band. **) Dieverschiedenen Sorten des Garns: Telgarn, Molt oder Malt, Talspelen, Heiden-garn und Klankengarn kommen auch in den Listen der Garnnahrung (Zeitschr.XVI., S. 165 ff.) vor. Es ist mir bis jetzt nicht gelungen den Unterschiedderselben zu bestimmen (vgl. a. a. O. S. 132). **) Bomesin aus französ.bombasin entstellt. 23) Holzschuhe. 24) sonderbare, besondere.2. Zweites Stadtprivileg für Elberfeld. 1623.Noch vor Ablauf der 12 Jahre, für welche das Privilegiumzuerst erteilt war, fanden Verhandlungen über Erneuerung undErweiterung desselben statt. Die letztere bezog sich darauf, daßes über die ursprüngliche Freiheit hinaus auch auf die außerhalbder Thore und im Island (auf der linken Wupperseite) wohnendenausgedehnt werden sollte. Aus diesen Verhandlungen hat sich imStadtarchiv zu Elberfeld nur ein Aktenstück vom 11. Aug. 1621gefunden, das ich hier mitteile:„Auff Burgermeisters und Rhat zu Elverfeldt ietz ubergebenesupplication wegen anschlag und contribuirung der jenigen vorden pfortzen und im Eißlandt geseßen, welche mit inen schiergleiche freiheit und in etlichen vast mehrere nahrung haben sollen,wirt der Durchleuchtigster furst und herr, herr Wolfgang WilhelmPfaltzgraff bei Rhein, in Bayeren zu Gulich Cleve und BergHertzog 2c. bei negster irer und der Kirspelsgenoßen bereit anbe-stimpter zusammenkumpst mittell an handt geben und verfuegen,damit solcher punct nach gelegenheit des orts und anderer umb-stende zur gepuer entschieden, und sie deßhalb in ruhe gesteltwerden, darzwischen sie sich in deme zugedulden, und nach irerDhtt under dato den dreiundzwentzigsten Junii negsthin ergangenenbevelch zurichten hetten. Alßviell aber inen unlengst hiebevor
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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
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