112zuweist. Nicht volle zwanzig Jahre nachdem im Erzstifte Kölndie Ämtereinteilung durchgebildet war!), treten in der durch dieErwerbung von Blankenberg veranlaßten Verschreibungsurkundevom 6. September 1363 als Mitaussteller die Städte, sowie dieDorfschaften beziehentlich Kirchspiele der Grafschaft und zwarletztere im Rahmen ihrer Ämter entgegen:?) diese sind Amt undLand Angermund mit dem Hauptgerichtsorte Kreuzberg, „Breiter-brucgen“ (d. i. Landgericht in der Brüggen), Mülheim a. d.Ruhr und Homberg, Amt Monheim mit Monheim, Hitdorf,Rheindorf, Reusrath, Richrath, Himmelgeist, Bilk und Hamm;Amt Mettmann mit Mettmann, Gerresheim und Erkrath; AmtSolingen mit Wald, Sonnborn, Grüten, Düssel, Schöller undHilden; Amt Miselohe (Meyseloe) mit Opladen, Neukirchen,Lützenkirchen, Leichlingen, Wiesdorf, Burscheid, Witzhelden, Schle-busch und Bürrig (Burge); Amt Bornefeld (Byrnvelde) mitDhünn, Wermelskirchen, Lüttringhausen, Remscheid und Dabring-hausen; Kirchspiel Hückeswagen (Hukeshoven); Amt Bensberg(Bainsbure) mit Odenthal, Paffrath, Stammheim, Dürscheid(Durse), Bensberg, Porz, Volberg, Lülsdorf, Mondorf und Berg-heim; Amt Steinbach mit Wipperfeld, Kürten, Olpe, Lindlar,Overath, Engelskirchen, Keppel oder Hochkeppel sowie dem Kirch-spiel Wipperfürth. Dieselben Ämter und Ortschaften werden ineiner weiteren Verschreibung vom 8. Juni 1387 wiederholts) undnoch in Hebelisten aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhundertssind die Ämter Angermund, Monheim, Mettmann, Solingen,Miselohe, Bornefeld, Steinbach, Porz=Bensberg mit Lülsdorf alsdie alten acht Hauptämter des Bergischen Landes allein berücksichtigt.Aber im Laufe der Zeit stieg die Zahl der Ämter sowohl infolgeanderweiter Zuteilung und Zusammenlegung einzelner Stücke derselben¹) Vgl. Lacomblet U.=B. III. 362. 417. 420. 465., insbesondere diewichtige Urkunde vom 11. Nov. 1344, das. III. 416.5) S. Lacomblet, Archiv f. d. Gesch. des Niederrheins, IV. S. 147 f.3) Orig. im Privatbesitze zu Düsseldorf. Ausgelassen sind in der obigenAufzählung das Amt Beyenburg (welches außer der Freiheit damals nurRemlingrade und Barmen umfaßt haben kann), die Kellnerei Burg, der nurdie gleichnamige Freiheit als einzige Ortschaft unterstellt war, und die seitdem 13. Jahrhundert den Bergischen Grafen zuständige Vogtei Siegburg(1363 als burch ind ampt Syberg bezeichnet, s. Lac. U.=B. III. 644). ImJahre 1451 war Burg mit Beyenburg in der Person des Amtmanns JohannQuade vereinigt.
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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
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112
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