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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
Entstehung
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97sie sich doch des Schlosses nicht bemächtigen können. Daher istdem damahls regierenden Landesfürsten Philipp Wilhelm (dernachmahls Churfürst geworden) im Jahr 1672 gerahten worden,das Schloß oder vielmehr die Mauern um das Convent daselbstniederzuwerfen, welches auch geschehen, und also bis izo noch insolchem Standt zu finden. Iztgedachtes Convent nennet sichBenedictiner=Ordens, hat einen Adelichen Prälaten, und dasStädtgen selbsten gehöret dem Convent zu, ist aber unter Chur-fürstlichem Schuzz und Schirm, und deshalben gehöret solches zuden Bergischen Landen.Die Nahrung dieses Orts bestehet allein in Feldgütern, undobschon das nah dabei laufende Wasser, die Sieg genandt, einigermaßen kann gebraucht werden, sintemahl aus dem Landt vielBrennholz darauf nach dem Rhein gebracht wird, so ist doch keinbesonderer Handel deshalben da anzutreffen, außer daß dieser unddergleichen nicht weit vom Rhein entlegene Oerter bessere Gelegen-heit haben, die Früchte des Landes in denen nah dabei gelegenenStädten Bonn und Cöln an mann zu werden.Von der Stadt Elverfeldt.Mann könnte zwar dencken, es wäre von einem solchen Orth,welcher ohnlängst zu einer Stadt erst geworden, nicht viel, odergar nichts zu melden, so sage daß dennoch ein und anders zuberichten vorkompt, welches bey andern vorgedachten nicht hat könnenberühret werden, sintemahl in demselben (nächst Düsseldorf) dievornehmste Kaufleut im Landt sich aufhalten, und keinen kleinen,sondern in der That einen ansehnlichen Handel treiben. Obgleichaber diese Stadt ein offener Plaz und dabey nicht groß, so hindertdoch solches an obgedachtem Handel im Geringsten nichts, ja eshaben die Einwohner vor diesen Zeiten selbst bey damahligerLandes=Obrigkeit umb Niederwerfung der Stadtmauern angesucht,weilen die feindliche Partheien stets den Ort, eine umb die andereeingenommen, und dadurch nicht nur die Einwohner der Stadt,sondern auch des Landes selbsten, sehr beschwehret haben, welches,nachdem es ihnen willfahret worden, nachgehends also gebliebenist. Ueber der Wupper, welche hart an der Stadt hinlauft, liegtsogleich das sogenandte Islandt, davon die Einwohner Isländerheißen und daher den Nahmen bekommen, weilen sie als Leib-eigene den Graben am Schloß, so vormahls da gewesen und da