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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
Entstehung
Seite
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Die Freiheiten heißen:1. Mülheim am Rhein. 2. Wesling. 3. Grefrath. 4. Metman.5. Monheim. 6. Angermund. 7. Hückeswagen. 8. ter Burgh.Die vier erste vorbenannte Städte werden die 4 Hauptstädte,die 4 folgende die 4 Unterstädte genannt; dieser angemerckte Unter-scheidt der Städt ist muthmaßlich daher entstanden, weilen denenvier Hauptstädten allein wird vergönnet worden sein, Deputirteauf den Landtag zu schicken, sintemahl die Unterstädte solchesprivilegium nicht haben. Dergleichen Bewandtnuß hat es mitdenen 4 erstgedachten Freiheiten, welche die 4 Hauptfreiheiten, dieanderen aber die Unterfreiheiten genandt werden.Nachdem die Aemter, Herrlichkeiten, Städte und Freiheitenbenent, achte vor gut anfänglich von einer jeden Stadt ins besonderetwas Meldung zu thun, und derselben jezigen Zustandt mitwenigen zu berühren.Von der Stadt Düsseldorf.Diese Stadt ist die gröste unter allen Städten des BergischenLandes, und hat vorizo das Glück eine Churfürstliche Residenz zusein, sie liegt hart am Rhein zwischen dem Amt Ratingen undMonheim, sieben Stundt unterhalb Cöln in einer grosen Ebene,daher solche auch mit guten Wällen und Außenwercken, nach dergebräuchlichen Fortification versehen ist, ihre Nahrung bestehetmeistens im Handel, und thut die jezige Hofstadt denen Bürgernkeinen geringen Beytrag. Vor einigen Jahren ist diese Stadt vor dersogenannten Bergerpforten, aus gnädigstem Befehl hoher Obrigkeit,erweitert, denen so dahin bauen auf viele Jahre einige Freiheitvergönnet und zur bessern Sicherheit (wegen der bisher gefähr-lichen Kriegszeit) der ganze Platz mit einer guten Mauer ver-wahret worden; darneben ist die alte Stadt von der Zeit an,daß die Hofstadt dagewesen, mit schönen ansehnlichen Häuserngezieret und vermehret, da zuvor nur solche vorhanden, welchedenen Bürgern zwar genugsam, aber die Bediente, zumahl diehohe, zu logieren, allzuschlecht waren, und weilen jetzige hoheObrigkeit von einem solchen erleuchten Verstandt, daß fast keineKunst und Wissenschaft zu nennen, deren Sie nicht eine genug-same Erkandtnuß und Wissen hätte, so ist diese Stadt mitallerhandt Künstlern, so immer zu erdencken, angefüllt, welchesdann nicht nur die Stadt volkreich macht, sondern auch, daß