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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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7. Russische Kriege unter den Zaren Feodor Alexejewitsch etc. 269

wenn aber auch das nicht anginge, so solle er an dem Samara- und Orel-flusse Städtchen erbauen, und in diesen alle Bagage, Vorräthe undRatnye-Ljudi dazu zur Aufsicht zurücklassen, damit in Zukunft das Heereine Zuflucht daselbst habe, der Feind aber dadurch geschreckt werde.Hiermit zugleich hatte Schaklowity den Auftrag, den Ratnye Ljudidie Huld der Zarin zu überbringen, den Hetman lobte er für seine Sorg-falt, dass er befohlen habe, diejenigen zum Train gehörenden Klein-russen festzustellen und zu bestrafen, welche an dem Brande des Pferde-futters in der Steppe Schuld waren, damit aus solchen Handlungen »denkleinrussischen Einwohnern nicht irgend welches ungünstige Geredeentstehe.«

Aus dem oben Angeführten crgicbt sich, dass keiner der Vorschlägeder Zarewna in kurzer Frist ausgeführt werden konnte; es gehörte dazuimmerhin etwas mehr Zeit, Schaklowity aber ging am 12. Julinach dem Uebergange über den Orelfluss zum Heere ab. Aber ausser-dem noch, schon vor der Ankunft Schaklowity's, hatten die Feindedes Hetmans, deren er in Kleinrussland sehr viele besass, um seinesungewöhnlichen Hochmuths, seiner ehrgeizigen Pläne und seiner wedernach Moskau noch nach Kleinrussland tendirenden Neigung willen,von dem Zufall Nutzen gezogen, welcher »das ungünstige Gerede« aufihn allein bezog, und hatten damit reussirt, unterstützt durch den allge-meinen Hass gegen ibn und Kleinrussland. Schon am 7. Juli reichtensie eine Anklage gegen ihn an Galitzin ein, welcher sie nach Moskauweiterschickte. Das Heer aber setzte seine Rtickzugsbewegung fort undbüsste viele Leute ein. Am 14. Juli wurde ein Kriegsrath berufen zurEntscheidung der Frage, was in diesem Sommer zu thun sei, um dieTataren von einem Einfall in die Ukraine oder Polen abzuhalten.Schaklowity schlug den letzten Paragraph seiner Instruktionenvor (s. ob.) an der Samara Städtchen zu erbauen (wahrscheinlichwaren die ersten beiden Vorschläge als unausführbar erkannt). Am21. Juli überschritt das Heer den Fluss Kolomak, unweit von Pultawa,und bezog daselbst Lager. Hier traf bald ein Courier aus Moskau einmit der Weisung, dem Hetman die Fahnen, Hetmanskeule und alle Klei-nodien abzunehmen und ihn unter Bewachung in die kleinrussischenStädte zu schicken und an seiner Stelle einen andern Hetman zu wählen.In Folge dessen schickte Galitzin, nachdem er alle Vorsichtsmaass-regeln getroffen, am 23. Juli Ssamoilowitsch unter einer Eskortevon russischen Obersten und Soldaten ab, und am 25. Juli wählten dieKasaken M a z e p p a zum Hetman.

In Moskau wurde Galitzin trotz der Intriguen seiner Feinde alsSieger empfangen und belohnt: in einer ihm verliehenen Urkunde wurdeihm und dem Heere Dank ausgesprochen »für ihre guten sorgsamen und