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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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260 I- Kriege von 16131689.

war. Am 25. August trafen Romodanowski und Ssamoilo-witscli am linken Dnjeprufer vor Tschigirin ein, wo sich schon dieTataren mit einem Theile der Türken gegen sie aufgestellt und eine vor-liegende Dnjeprinsel besetzt hatten. Romodanowski und Ssamoi-lowitsch vertrieben sie von der Insel, gingen von da auf das rechteUfer über, und lieferten am 28. August den Tataren und Türken eineSchlacht, warfen sie zurück und verfolgten sie fünfWerst weit vom Ufer.Am folgenden Tage, 29. August, zogen Türken und Tataren vor Tschi-girin ab, Hessen Geschütze und Vorräthe im Stich, und behielten vor derStadt nur noch 4000 Janitscharen zurück. Ibrahim-Pascha schoballeSchuld bei diesem Unfall auf den Khan, welcher nicht rechtzeitig auf daslinke Dnjeprufer gegangen war und von dem Herannahen Ronioda-nowski's und Ssamoilowitsch's nicht Meldung erstattet hatte. DieEhre des Erfolges der beiden Letzteren gebührte dem Halbobersten desEliteregiments des Generalmajors Aggei Schepelew, Namens Wo-jeikow, dem Stolnik und Obersten Kassogow, und den Kasaken-obersten Lewenzo des Pultawaer und Barsuk des Njäshiner Bezirks.Romodanowski und Ssamoilowitsch, die bis zum 9. Septembervor Tschigirin geblieben waren und erfahren hatten, dass Türken und Ta-taren nach den Grenzen zu abzögen, gingen nun über denDnjepr zurück,denn das Saatfutter für die Pferde war vom Feinde vernichtet, und auch anGetreidevorräthen für dieMenschen herrschte Mangel. Ssamoilowitschaber bestand darauf, dass der Zar Tschigirin befestigen Hesse, eine starkerussische Garnison hineinlegte und es mit Proviant versehe, da er selbst,der Hetman, mit seinen Kräften allein, ohne russische Hülfe, nicht hoffenkönne Tschigirin zu halten, was aber unerlässlich sei, da diese Stadteine sichere und starke Schutzwehr für Kleinrussland gegen Tatarenund Türken bilde, und weil man sich auf Ssj ärko und die Saporogernicht verlassen könne.

Der Zwist zwischen Ssamoilowitsch und Ssj ärko ward inMoskau ungern bemerkt, man beschloss sie auszusöhnen. Zur selbenZeit wurde an Romodanowski und Ssamoilowitsch die Fragegerichtet: ob Tschigirin zu halten oder zu verlassen und zu zerstörensei? in ersterem Falle i welchen Nutzen wird das haben, wie viel Trup-pen sind als Besatzung nöthig, wie ist die Verbindung mit diesen überden Dnjepr, wie ihre Versorgung mit Kriegs- und Proviantvorräthensicher zu stellen? im anderen Falle: welchen Schaden und Nachtheilbringt die Aufgabe und Schleifung von Tschigirin? Auf diese Fragenantwortete der eine wie der Andere: dass es aus vielen Gründen unmög-lich sei, Tschigirin aufzugeben und zu zerstören, hauptsächlich aber des-halb, weil »in ganz Kleinrussland nur eine Meinung und Rede gehe: werTschigirin und Kiew hat, dem müssen auch dieKasaken für immer unter-