6. Russische Kriege unter Alexei Mickailowitsch (165S—1666). 249
russischen fliegenden Corps (85 Dragoner, 120 Soldaten, 270 Doniseke)und mit den Saporogern nicht Anstand nahm, bald die Polen in der Ukraine,bald die Tataren in den Steppen zu bedrohen.
Während dessen trat endlich im März Czarnezki auf dem rech-ten Dnjeprufer auf, nach mühseligem Marsche durch die linke Ukrainewunderbarer Weise weder von Romodanowski von Lochwitz her,noch durch Brychowezki aus Gadjatsch beunruhigt! Von demKönige mit unbeschränkter Gewalt bekleidet, versammelte er einenKriegsrath aus den Kasaken-Obersten und Alten, in welchem beschlossenwurde Maassregeln der Milde zu ergreifen. Aber Milde lag nicht imCharakter des grausamen Czarnezki: vor Allem überfiel er Kasso-gow und Ssjärko am 7. (17.) April vor Bushin unweit Tschigirin.Sie machten sich von ihm los, wurden aber von ihm und Teterj be-lagert; es gelang ihnen jedoch, auf das linke Dnjeprufer zu entkommen.Hierüber aufgebracht, brannte der wilde Czarnezki — ein polnischerTylly — Bushin und Subbottowo nieder, Besitzungen BogdanChmj elnizki's bei Tschigirin, und hatte sogar schon Befehl ertheiltaus der Kirche von Subbottowo die Gebeine B ogdan's auszugraben undden Grabstein über seiner Gruft zu zerstören!
Während dessen waren Brychowezki und Romodanowskigemeinschaftlich auf die rechte Dnjeprseite vorgedrungen, hatten, dasie Tschigirin nicht nehmen konnten, Tscherkassy niedergebrannt undzogen nach Kanjew ab. Teterj verlegte seine Residenz von Tschigirinnach Brazlaw und überzeugte den König, Angesichts der von den Tata-ren drohenden Gefahr, von der Notwendigkeit einer Aussöhnung mitRussland und einer Beruhigung der Kasaken. Aber das Bündniss zwi-schen Polen und der Krym war schon unvermeidlich und unzerreissbar,und Czarnezki selbst rief 20 000 Budshaker Tataren herbei.Durch diese verstärkt, griff er mit Sobieski, Jablonowski, Ma-chowski und Teterj (am 22. Mai [1. Juni]) Brychowezki inKanjew an, wurde aber zurückgeschlagen, erneuerte den Angriff nach7 Tagen, wurde abermals abgeschlagen, und zog nach Bjeloe Zerkowzurück. Aber der von Tschigirin nach Kanjew zu Brychowezki'sHülfe heranziehende Oberst St rassbuch wurde von Sobieski be-siegt. Czarnezki, welcher Bjeloe Zerkow und Korsun zu befesti-gen befohlen hatte, marschirte über Steblow nach Stawischtsche und entsen-dete Teterj nach Uman und seinen Neffen nach Lissjanka, um dieseOrte wegzunehmen, aber sie erlitten Niederlagen. Czarnezkinahm Steblow, gab es den Tataren zur Plünderung Preis, und belagertedann mit diesen, Sobieski und Bidzinski Stawischtsche. Die da-rin befindlichen Gefährten BogdanGhmjelnizki's, die Anführer derSerdjuken und Deineken (des Hetmans Garden), Damko und Bulgan