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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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232 I. Kriege von 16131689.

rechten Dnjeprseite erwählt worden war. Während dies hier im Laufedes September geschah, war Trubezkoi endlich am 5. d. Mts. mit sei-nem Heere von Putiwl nach Perejaslawl aufgebrochen, wo er am 27.eintraf, unterwegs überall mit Entzücken und im Triumphe empfangen.Von Perejaslawl aus begannen im Oktober Unterhandlungen zwischenTrubezkoi und Chnij elnizki, welche damit endeten, dass sie sichverständigten, Chmj elnizki am 17. Oktober vor Perejaslawl zumHetman von Kleinrussland auf beiden Seiten des Dnjepr erklärt wurde,und alle Kasaken auf dem rechten Ufer dem Zaren Treue schworen. Aufdiese Weise vollzog sich ohne Blutvergiessen die grosse Thatsache derVereinigung ganz Kleinrussland's zu beiden Seiten des Dnjepr mitRussland.

Das Jahr 1659schloss noch mit andern Erfolgen Russland's in seinemKriege gegen Polen. Im Dezember nahmen die Wojewoden Fürst Lo-banow-Rostowski und Smjäjew mit Sturm Stary Bychow, dasvon den Anhängern des Königs und Wygowski's besetzt war, undScheremetjew griff von Kiew aus Andrei Potozki an, schlug ihnund nahm seinen Train weg.

§.36.Krieg im Jahre 1660.

In diesem Jahre änderten sich die Umstände in einem für Polen gün-stigen, für Russland ungünstigen Sinne. Polen, durch den gleichzei-tigen Krieg mit Schweden, Russland und den Kasaken bedrängt, undvergebens bemüht, sich mit diesen Mächten zu versöhnen, hatte plötzlichdurch den am 28. Februar 1660 erfolgenden Tod Karl Gustav's undunter Vermittlung Frankreichs den Weg zum Abschluss des Friedensvon Oliva (3. Mai) gefunden, athmete freier auf und erlangte, seineKräfte unter Czamezki, Sapieha und Ljübomirski gegen Russ-land wendend, mächtige Kriegserfolge in Lithauen und Kleinrusslandund hatte ein entschiedenes Uebergewicht gewonnen.

Czamezki, mit seinem Corps aus Pomeranien zurückkehrend,.Sapieha mit dem lithauischen Heere, Polubenski aus Kurland,und etwa 40 000 Tataren, im Ganzen circa 7080000 Mann, sollten inLithauen offensiv gegen Chowanski (etwa 14000 Mann) und Do 1-gorukow mit Solotarenko (circa 30000 Mann), zusammen 44 000Mann, operiren, eine doppelt so starke Zahl also gegen die halb so starkenRussen.

Das Jahr begann aber noch mit Siegen C h o w a n s k i's, welcher im