5. Eussisehe Kriege unter dem Zaren Alexei Michailowitsch (1645—1685). 211
zur Krym ab, einer aber seiner grossen »Sagon's« oder Eaubzüge wurde,von der Plünderung mit reicher Beute zurückkehrend. vonBogun er-reicht und zersprengt, der alle geraubte Beute wieder ab — und 2 500Tataren gefangen nahm (für welche Chmjelnizki demnächst vomKhan ein ordentliches Lösegeld empfing). Das Resultat dieser kriegeri-schen Thätigkeit auf beiden Seiten war also nur ein Verlust an Menschenund die Verheerung dieses Theiles der Ukraine, aber Nichts von Belangoder Entscheidendes.
Zu Anfang März erschien an Mengli-Ghire'i's Stelle der KhanHaltscha- oder Chaltscha-Ghire'i mit 60000 Tataren, welchePotozki am Dnjestr aufstellte. Die Tataren aber gingen, nachdem siereichlich geplündert hatten, zur Krym zurück, die polnische Sholnjery,welche keinen Sold erhielten, begannen auseinander zugehen, Czar-n e z k i wurde zum Könige abberufen, und an der Grenze, dem Dnjestr. bliebdieselbe ungenügende Zahl polnischer Truppen. Potozki zog sich nunbisGlinjani zurück, östlich vonLwow, Chmjelnizki und Buturlin gin-gen nachBjeloeZerkow, und bis Ende Juli blieben beideTheile unthätig.
Im März hatte Schweden an Polen den Krieg erklärt, am 9. (19.)Mai wurde auf dem Reichstage zu Warschau beschlossen, PospolitojeRuschenje einzuberufen und »nur für dies eine Mal« je einen Sholner zuFuss auf jede 15 Lany Land zu nehmen (weshalb sie den Namen »Lano-wye« erhielten, nicht besser aber als Quartianen waren). Am 4. (14.)Juni marschirte der schwedische Feldmarschall "Wittemberg aus Pom-mern nach Polen, Karl Gustav aber mit der Flotte wandte sich vonStockholm nach Pommern. Zur selben Zeit hatten sich die PospolitojeRuschenje und das Lanowye-Aufgebot in einer Gesammtstärke von etwa30000 Mann und unter den Senatoren Christophorus und PetrusOpalinski, Grudzinski und Rosrashewski und denSenatoren-castellanen Mjaskowski und Gembitzki, und 6Unterbefehlshabernvor Uisz (heute zwischen Deutschkrone und Chodsessen in Ostpreussen) ver-sammelt, um die Uebergänge über die Netze anderpolnisch-pommerschenGrenze zu schützen. Am 12. (22.) Juni überschritt Wittemberg mit17 000 Schweden bei Pina jenseits der Netze die polnische Grenze, undin der Nacht vom 14. zum 15. (24.-25.) befand er sich im Rücken despolnischen Aufgebots, welches er dadurch in furchtbare Unruhe ver-setzte. Die Befehlshaber traten in Unterhandlungen ein, am 15. (25.)Juni unterschrieben sie den Vertrag der Uebergabe an Karl Gustavals polnischen König, ihre Aufgebote entliessen sie. Wittembergmarschirte nach Ueberschreitung der Netze auf Posnani, das er sich un-terwarf, dann über Schroda nach Konin an der Warthe, wo er, die An-kunft Karl Gustav's erwartend, Haltmachte. Der Letztere war am5. (15.) Juli mit 15 000 Mann in Wolgast gelandet und verband sich am
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