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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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186 I. Kriege von 16131689.

er im polnischen Lager. Hier wurde nach längeren Debatten am 18.(28.) September der Friedensvertrag (von BjeloeZerkow) abgeschlossen,lästig allerdings für die Ukraine, aber doch keineswegs den Resultatender Schlacht von Berestetschko entsprechend. Es wurde nämlich die Zahlder Kasaken auf die Hälfte herabgesetzt (20 000 statt 40000) undihnen nurdie eine Kiewer Wojewodschaft zum Aufenthalt angewiesen; den Judenwurde das Recht des Aufenthalts und die Pachtung in allen königlichenund Schljachta-Besitzungen eingeräumt; die Tataren sollten ausser Lan-des geschickt werden, der Hetman sie auf die Seite derRjätsch Pospolitobringen und allen Verbindungen mit fremden Herrschern entsagen; Tschi-girin wurde für ihn bestimmt.

Zwei Wochen verweilte Potozki in BjeloeZerkow, dann zog ermit dem polnischen Heere nach Winniza in Podolien, wo eine an-steckende Seuche ausbrach , welcher er am 9. Oktober neuen Styls inLetitschewo erlag. An seine Stelle trat Kalinowski.

Während dies in der Ukraine geschah, lag der König mit 150 000Mann zwei Monate lang vor Kamenz Podolski, welches der OberstG1 u c h o mit einer kleinen Kasaken-Garnison vertheidigte. Schliesslichward Glucho durch die Abnahme der Zahl und der Kräfte seiner Kasa-ken und der Bürger gezwungen, sich zu ergeben (29. September neuenStyls), einen Tag also nach Abschluss des Bjeloe Zerkower Vertrages.So wird in der »Geschichte Kleinrussland's« von Markjewitsch an-gegeben; wie aber Glucho nach Kamenz kam, wie der König 150000Mann haben konnte, das bleibt unklar. In der »Geschichte Klein-russlands« von Bantyscb-Kamenski wird davon nichts erwähnt.

§.27.Der Krieg im Jahre 1652.

Der Vertrag von Bjeloe Zerkow, ebenso lästig für Chmjelnizki,wie der von Sborow für Johann Kasimir, war augenscheinlich nichtfür lange Dauer. Für Chmjelnizki gab er den Anlass zum Anknü-pfen von neuen Beziehungen mit dem Zaren Alexei Michailowitsch,um ihn zu bewegen, Kleinrussland unter seinen Schutz zu nehmen. DerZar antwortete, dass, wenn es den Kasaken unerträglich sei, in der Ki-ewer Wojewodschaft zu bleiben, so könnten sie in die russische Süd-ukraine (Provinz Bjelgorod) übersiedeln, an die Flüsse Donez, Medwjä-dina uud an andere Stellen. Die Kasaken machten Gebrauch hiervon