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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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94 I- Kriege von 161316S9.

Priluzkische, 14) das Perejaslawer, 15) das Krapiwensker. und imheutigen Gouvernement Podolien: 16) das Brazlawer. 17) das Winniz-kiscke (Bantysck-Kamenski, 3. Band); ausserdem aber waren zuAnfang der Hetmansckaft Ckmjelnizki's bis 1654 noch folgende Re-gimenter vorhanden: 18) das Lisianskische, 19) Torgowitzer, 20) Mogi-lewsker, 21) Kalnizkische, 22) Schiwotowsche, 23) Kamenjezer,24) Irkljäjewsche, 25) Senkowskische, 26) Gadjatscker, 27) Lub-jensker, 28) Itschensker, 29) Osterskische, 30) Sosnizker, 31) Staro-dubsche, 32) Bychowsche, 33) Obrutschewsche, 34) Turowsche (Mar-kjewitsch). Jedes Regiment (Polk) bildete seinen eigenen Kreis, trugden Namen der Hauptstadt oder eines besonders bemerkenswerthenFleckens. In der Regimentsstadt hielt sich der Polkownik auf, nebstden Starschinen und der Regimentskanzlei. Jeder Polk theilte sich inSotnien, deren Zahl verschieden war. Die Polkowniks wurden ursprüng-lich durch die Hetmans für Geld bestimmt, später auf Vorschlag derHetmans durch die Zaren bestätigt. Zu Regimentsstarschinen und Sot-niks beförderten die Hetmans.

Jede Sotnie führte den Namen der Stadt oder des Fleckens, in wel-chem ihr Hauptquartier lag, und schloss einige Colonieen und Dörfer insich, die in Kureni (Kasakendörfer) eingetheilt waren, von welchen esaber weit weniger gab, als bei den Saporogern. In jedem Kureni gabes einige auserlesene Kasaken und deren Untergehülfen(Podpomoschtschniks). Die Kasaken, welche eigene »Munition«,d. h. Montirung. Flinte und Pike hatten, aber auch ein Pferd, und indieser Ausrüstung den Dienst in der Heimat oder an der Grenze thaten,Messen wybornye (auserlesene). Die ärmeren Kasaken wurdenin gleicher Weise. jeder mit Hülfe von drei oder mehr Höfen, ausge-rüstet und Hessen deshalb Untergehülfen (Podpomoschtschniks).Die Anzahl der Einen wie der Anderen bei den Sotnien war unegal, derAuserlesenen 100, 200 und darüber, der Untergehülfen 1000 und mehr.Die Ersteren wurden nach Köpfen, die Anderen nach »Chaten« (Hütten)oder Familien gezählt. Anfänglich wurde den einregistrirten und aus-erlesenen Kasaken ein jährlicher Sold von 30 Sloty*) für jeden ausbe-zahlt, in der Folge aber ward dieser Sold abgeschafft und dienten dieKasaken innerhalb der Grenzen ganz auf ihre eigenen Kosten, ausser-halb der Grenzen dagegen erhielten sie Lebensmittel und Fourage, warenaber verpflichtet, ihre Pferde und »Munition« selbst zu halten. In Frie-denszeiten bildeten die auserlesenen Kasaken mit den Saporogern zu-

*) Es ist schon früher gesagt, dass ein sloty unter Bathori gleich 9 heutigengalt, d. h. gleich 1 Rubel 35 Kopeken, im 17. Jahrhundert hatte er geringeren

Werth.