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Wolga und deren Ufern raubten. In der Folge vermehrten sich diese Kasa-kenansiedelungen am Terek und Kuban allmälig, und im 18. Jahrhun-dert entstand aus diesen das Terek- und Kisljarsker Kasaken-corps.
Endlich ist noch anzuführen, dass in der 2. Hälfte des 17. Jahrhun-derts zum Schutze eines Theiles der sudrussischen Ukraine (das beutigeGouvernement Kursk und ein Stück des Gouvernements Woronesh um-fassend) gegen die Einfälle der Krymtataren das unbevölkerte StädtchenTschugujew befestigt, und mit Kriegsleuten (Ratnye Ljudi) und haupt-sächlich kleinrussischen Kasaken (etwa 1000 Seelen) bevölkert wordenwar, welche seit 1G89 den Anfang zur Bildung des tschugujew sehenKasakencorps legten.
So waren aus der gemeinschaftlichen Wurzel und Pflanzschule —dem donischen Kasakencorps — im 17. Jahrhundert eine MengeZweige verwandten Kasakenvolks an Wolga und Jaik, in Samara, Ufaund Sibirien, in Tschugujew wie an den Flüssen Terek und Kubanerwachsen. Nach und nach seit dem 17. Jahrhundert zu besonderenörtlichen Kasakencorps entwickelt, hatten sie von dem Moment ihrer For-mation an dieselbe öffentliche und Kriegsverfassung und Verwaltung,dieselben Sitten und Gebräuche wie das Stammheer am Don, und gleichdiesem dienten sie zu Nutz und Ehren Busslands in dem Verband vonBusslands Heere.
§■ 11.Dnjeprkasaken: Kleinrussische und Saporoger.
Ein kurzer Abriss der Kriegsgeschichte der kleinrussischen und Sa-poroger Kasaken bis zum J. 1622 wurde im 3. Bande der AllgemeinenKriegsgeschichte des Mittelalters gegeben, und für die Zeit von 1622 bis1689 an seiner Stelle weiter unten fortgesetzt. Hier bleibt noch überdie öffentliche und Kriegsorganisation und Verwaltung, sowie über dieSitten und Gebräuche dieser Stämme im 17. Jahrhundert zu berichten,welche in ihren wesentlichen Grundlinien und Zügen den bereits darge-stellten bei den gleichzeitigen donischen und den übrigen östlichen ausjenen hervorgegangenen Kasaken gleichen.
Die kleinrussischen Kasaken, bis 1554 Polen unterworfen, schirmtenzur Friedenszeit die Südgrenzen Polens gegen die Tataren und Türken,thaten Leibeigendienste und zahlten Abgaben, zur Kriegszeit aber dientensie auf eigene Kosten. Einige von ihnen lebten in Okolitzen (um-zäunten Triften) oder einzelnen gesonderten Ansiedelungen, die Anderen