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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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2. Polen und Lithauen, Kasakeu, Tataren, Türken. 91

freiwillig Eintretende zu completiren und ihm als Kasaken Dienste zuleisten. In dieser Zeit scheint auch das heutige Uralsk durch sie erbautworden zu sein.

Aber auch unter der Botmässigkeit von Russland setzten die Jaikkasa-ken mit denen der Wolga zusammen ihre Raubzüge am KaspischenMeere und die Plünderung der persischen Schiffe und Küstenniederlas-sungen fort. Auf die vom Schah von Persien darüber erhobene Be-schwerde befahl Alexei Michailowitsch dem Ataman Bjelous-s o w, die Schuldigen nach Moskau zu bringen, von wo sie zur. Strafe imJahre 1655 zum ersten Male mit russischen Truppen nach Lithauen undvor Riga geschickt wurden.

Im Jahre 1667 brach Rasin, in der Hoffnung, sich bei ihnen Ge-fährten zu gewinnen, in ihr Land ein, aber sie ergriffen nicht nur nichtPartei für ihn, sondern erhoben sich mit den Waffen gegen seine Ge-nossen.

16811682 dienten sie im russischem Heere in den tsckigirinski-schen Feldzügen, 1683 wurden 500 Mann von ihnen nach Menselinskgesandt, um die aufrührerischen Baschkiren zur Ruhe zu bringen.

Im 17. Jahrhundert (wann und wie ist nicht genau bekannt) bilde-ten sich auch die samarischen Kasaken aus Strelitzen, Fremden,Dworjanen und smolensker Schljachta, und die uf im sehen ebensoaus Strelitzen und Freiwilligen, ochotschi Ljudi, welche die Regierung zurAnsiedelung des Landes aufgerufen hatte (die Einen wie die Anderndienten im 18. Jahrhundert zur Bildung des orenburgischen Kasaken-cörps).

In das Jahr 1627 fällt die Gründung von Grenz-Militär-Colonieen indem Astrachaner Lande, zum Schutze der russischen Ansiedlungen in denWolganiederungen gegen die Einfälle der Kalmüken, und der Bau desOstrog (pallisadirtes Dorf) Tschernojarsk zur Hinderung der Letzteren anDurchzügen nach der Gebirgs- (rechten) Seite der Wolga in die Nachbar-schaft der Bergvölker und Krymtataren. Diese Militärcolonieen dientenim 18. Jahrhundert zur Bildung des astrachanschen Kasakencorps.

In Sibirien waren während der 100 Jahre seit Unterwerfung diesesLandes bis 1716 die russischen Besitzungen gegen die Angriffe der be-nachbarten Kirgiskaissaken und der sjungorsker Kalmüken durch einenGrenzgürtel von kleinen Festungen, Städten und Pallisadendörfern ge-schützt worden, welche mit sibirischen Kasaken bevölkert waren, Nach-kommen der Genossen Jermak's. Ans ihnen entstand seit dem 18.Jahrhundert das sibirische Kasakencorps.

An den Flüssen Terek und Kuban hatten sich, in der Nähe derkaukasischen Bergstämme, seit der letzten Hälfte des 16. JahrhundertsTheile der donischen Kasaken niedergelassen, welche anfänglich an der