2. Polen und Lithauen, Kasaken, Tataren, Türken. $5
gern Widerstände am 14. April 1670 und wurde nach Tscherkask ge-bracht , von da in Fesseln nach Moskau geführt und hingerichtet. Diedonischen Kasaken, welche Starschinen und die besten Männer nachMoskau geschickt hatten, um allgemeine Verzeihung zu erbitten, musstenvon den Bojaren Vorwürfe über ihre Nachlässigkeit hören, erhielten aberwegen ihrer Reue vom Zaren Verzeihung und ihre eingekerkerte Stanitzawurde an den Don zurückgesendet.
Hierauf wurden aus Moskau an den Don geschickt der StolnikKassogof und der Djak Bogdanof, um alle Atamans zumEide der Treue für den Dienst des Zaren zu bewegen.Dies brachte unter den Kasaken eine grosse Aufregung hervor, der Ka-sakenkreistag (woiskowoi Krug) konnte drei Mal zu keiner Entscheidungdarüber gelangen, beim vierten Male leisteten (August 1671) alleKasaken den Eid, und damit war ein wichtiger Wendepunkt in derGeschichte des donischen Heeres eingetreten. Seit jener Zeit wurde be-stimmt , dass bei jeder Thronbesteigung eines neuen russischen Herr-schers der Eid der Treue für seinen Dienst erneut geschworen wer-den sollte, und so geschah es denn auch bei Feodor Alexejewitschim Jahre 1676, Peter Alexejewitsch im Mai, und Iwan und PeterAlexejewitsch im September 1689. Von nun an änderte sich dasVerhältniss des donischen Kasakenheeres zu der russischen Regierungganz vollkommen, aus einem freiwillig Verbündeten und Hülfeleistendenhatte sich das Heer schon in ein der Regierung unterworfenes verwandelt,das in den allgemeinen Etat des russischen Heeres eintrat, wobei es je-doch seine frühere innere Organisation und Verwaltung beibehielt. Allein den Jahren von 1672—1689 vollbrachten Thaten des donischen Heereswerden durch den Befehl des Zaren in der Urkunde von 1672 erklärt:»dem Zaren zu dienen und vor den Kalantschinskischen Thürmen wievor Asow jede kriegerische Beschäftigung zu treiben , so viel Gott derHErr dazu Kraft giebt.«
Im Jahre 1673 wurden ungefähr 8000 Mann zarischer Truppen unterBefehl des Wojewoden Chitrowo und des Stolniks Kassogof zumDon geschickt, um in Gemeinschaft mit den Kasaken die Kalantschins-kischen Thürme zu belagern und einzunehmen. Dies Unternehmen hatteaber keinen Erfolg, und so wurde der Bau einer Festung bei der Mün-dung des Flusses Miuss beschlossen, um von ihr aus leicht in Seestechen zu können. Aber auch das war erfolglos, wegen der Unzufrie-denheit der Kasaken mit der. nach ihrer Ueberzeugnng. nutzlosen Anlagedes Forts Miuss und weil die zarischen Truppen, des Dienstes an dem Don
Beamter, der für die Tafel des Zaren sorgte. Amn. d. Ueb.