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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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60 I. Kriege von 16131689.

Thüren und Dach, dagegen bis obenhin mit Erde und Steinen angefüllt.Diese Art von Blockhäusern legte man entweder in dichten Reihen an,mauerartig, oder in gesonderten grösseren oder kleineren zusammen-gedrängten Schanzen in Form von Thürmen, Ostroshki, Ostrogioder Gorodoks (Feldschanzen von verschiedener Grösse). Die Ver-theidigung der Erd- und Holzbefestigungen erfolgte durch Gewehr- undGeschützfeuer, die von Holz wurden noch stärker vertheidigt als dievon Erde, da sie mehr permanenter, letztere mehr passagerer Naturwaren.

Die Verbindung beider Befestigungsarten, Erde und Holz, fandAnwendung bei der Belagerung von Festungen, aber in grösseren Dimen-sionen und stärkerem Profile (s. unten), und namentlich auch zur Ver-theidigung der Grenzen durch Verhaue oder durch Grenzverschan-zungslinien (Tscherta).

Die Entstehung und allmähliche Erweiterung des Systems unsererbefestigten Grenzlinien*), schon seit Wladimir I und Jaroslaw Iund besonders seit der mongolisch - tatarischen Herrschaft bis zum17. Jahrhundert ist schon früher dargestellt worden. Aus den unterJohann (Iwan) IV (von der Oka zum Don und vom Don zur Wolga)und unter Boris Godunow (die Bjelgorodsker Linie am Don,mit den Dörfern [Niederlassungen] der grenzstädtischen Kasaken be-völkert) angelegten Verhauen wurde zu Anfang des 17. Jahrhunderts dererstere, an welchem wenig geschehen war, aufgegeben , der andere bisins 18. Jahrhundert beibehalten. Die hinter demselben angesiedeltendörfischen Kasaken , welche allmählich an Zahl der dienstbaren (ratnye)und dienstfreien (njeratnye) Leute zugenommen hatten, sodass sie schonunter Zar Was silij Schuiskoi über 20 000 Menschen betrugen, konn-ten im 17. Jahrhundert bloss an berittenen Kriegern an 25 000 Mannstellen. In der Folge aber waren hinter dieser Linie schon Krondörferausgebreitet, es blieben wenige Ratnye übrig, und diese Linie bekameine vollständig andere Organisation.

Unter Michael Feodorowitsch seit 1637, und unter AlexeiM i c h a i 1 o w i t s c h , nachdem der Bau der Festungen Tambow und Pensabeendet, und wahrscheinlich in Folge von Grenzräubereien, welche nacheiner aufrührerischen Zeit von Kasaken- und Tatarenbanden , wie auchvon Karakalpaken, Baschkiren, Kalmüken und Kirgisen ausgeführtworden waren, wurde eine ausgedehnte befestigte Vertheidigungs-linie an unserer Ost- und Südgrenze errichtet. Diese Linie begann an

) Haupthülfsmittel: Uspenski, »Kussische Alterthümer«, und besondersIwanin (als Generallieutenant gestorben), »lieber die Grenzlinien Eusslandsu. s. w.