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kirchen sich sammelte, um in England zu landen und Jakob III. Stuart wiederauf den Thron Englands zu setzen; aber ein heftiger Sturm und das Er-scheinen der englischen Flotte zwangen ihn, von diesem Unternehmen abzu-stehen. Im Jahre 1744 zum Marschall von Frankreich ernannt (von dieser Zeitan wurde er bekannt unter der Benennung »marechal de Saxe«), erhielt er imJahre 1745 den Befehl über die Operationsarmee zwischen den Flüssen Scheideund Lys, bei Courtray, und als Ludwig XV. persönlich gegen den Herzog Karlvon Lothringen nach dem Elsass marschirte, blieb er als Oberbefehlshaber inFlandern. Seine Operationen von dieser Zeit an bis zum Abschlüsse des AachenerFriedens und zur Beendigung des Krieges im Jahre 1748 sind oben, in derBeschreibung des österreichischen Erbfolgekrieges, geschildert worden. Hieraber ist zu bemerken, dass der Marschall Graf von Sachsen sich in der Füh-rung von Armeen als sehr geschickten und bemerkenswerthen Feldherrn ge-zeigt hat, und er verdient unter die Zahl der besten Feldherren dieser Zeit imAllgemeinen und der französischen speciell gestellt zu werden. Mit jedemFeldzuge wuchs sein Euf und befestigte sich mehr und mehr, besonders durchdie Schlacht bei Fontenoy, die Eroberung von Gent, die Einnahme von Brüssel,Mecheln, Löwen, Mons, Charleroi, Namur, durch die Schlachten bei Raucouxund Laffeld und schliesslich durch die Operationen in Holland und die Ein-nahme von Mastricht. Mit einem Worte, alle seine vier Feldzüge in den Nie-derlanden während der Jahre 1745—48 kann man glänzende nennen. Nachdem Friedensschlüsse zog sich Moritz auf das ihm verliehene Schloss Chambordzurück und beschäftigte sich dort mit den Wissenschaften und der Schulung desvon ihm formirten Ulanenregiments, reiste ferner nach Dresden und Berlin, wo ermit Friedrich II. zusammentraf, der ihn mit grosser Achtung und Auszeichnungempfing. Der Wunsch unabhängiger Herrschaft bewog Moritz, einen Thronan verschiedenen Orten zu suchen, unter anderem auch auf der Insel Tabago inWestindien, auf der Insel Corsica und endlich in Südamerika, aber seine Wünschegingen nicht in Erfüllung und am 30. November 1750 starb er am faulen Fieber— die Folge seines ausschweifenden Lebens. Seine Leiche wurde zu Strass-burg in der protestantischen St. Thomaskirche beigesetzt, wo auf seinem Grabeauf Befehl Ludwig's XV. im Jahre 1777 ein Denkmal, vom Bildhauer Pigalleangefertigt, gesetzt wurde. Obgleich seine ersten Kriegsthaten der vorher-gehenden Periode angehören, so fallen doch seine selbständigen Armeecom-mandos während der Anführungen der Armeen im Kriege von 1741 — 48 indie gegenwärtige und in dieser nimmt er, wie gesagt, eine hervorragendeRolle als Feldherr und Kriegsschriftsteller ein. In letzterer Hinsicht sind seineAnsichten äusserst bemerkenswert!!.
Ausser dem Marschall Graf von Sachsen haben in den Kriegen dieser Pe-riode an der Spitze der französischen Armeen viele Marschälle gestanden, wie