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Hockkirch und im Jahre 1759 bei Maxen zusammen. Für die Schlacht beiHochkirck erhielt er den Maria-Theresia-Orden erster Klasse und für dieSchlacht bei Maxen wurde er zum Feldzeugmeister befördert. Im Jahre 1760befehligte er ein abgesondertes Corps, mit welchem er, der Nähe des Feindeswegen, einen sehr schwierigen Marsch aus Schlesien nach Sachsen bewerkstel-ligte, bei Dresden die Keichsarmee rettete, Daun den Uebergang über die Elbebei Torgau und den Rückzug ins Lager bei Plauen erleichterte. Grosse Ehrebrachten ihm auch seine mit vollem Erfolg gekrönten Anordnungen zum Marschnach Berlin. Nach der Schlacht bei Torgau sandte ihm Maria Theresia dasPatent seiner Ernennung zum General-Feldmarschall, aber er nahm es nichtan, weil er nicht einen älteren General, seinen Freund, im Eange übergehenwollte. Im Jahre 1762 befehligte er einen Flügel der Armee und versah zu-gleich sein Geschäft als Generalquartiermeister.
Im Jahre 1765 wurde er zum General-Inspector der Armee und 1766 zumPräsident des Hofkriegsrathes ernannt. In diesen beiden Stellungen hat er derösterreichischen Armee grosse Dienste geleistet, unter anderem durch dieEinführung von Uebungslagern. Im bairischen Erbfolgekriege bestimmte erdiejenigen befestigten Punkte, auf welchen die österreichische Armee späterihre Gegner erwartete. Hier wurde er persönlich und genau dem Kaiser Jo-seph II. bekannt und von dieser Zeit an erlangte seine Meinung ein beson-deres Gewicht in Staats- und Kriegsangelegenheiten und sogar im PrivatlebenJoseph's. Er war mit ihm im Feldzuge von 1788 gegen die Türken, aber beidetäuschten sich in ihren Berechnungen, in Folge der Anwendung des Cordon-systems, dessen Erfinder Lascy war. Letzterer kehrte nach Wien krank zurück,aber ohne das Vertrauen Joseph's H. bis zu dessen Ableben zu verlieren.Nach seinem Willen bereitete sich Lascy im Jahre 1790 vor, den Befehl übereine Armee, die gegen Preussen bestimmt war, zu übernehmen, aber in Folgeder Convention von Reichenbach erwies sich dies als unnöthig. Bald daraufzwangen Alter und zerrüttete Gesundheit Lascy sich gänzlich von den Geschäftenzurückzuziehen. Er lebte in Zurückgezogenheit in einem kleinen Kreise bis zuseinem im Jahre 1801 im 76. Lebensjahre erfolgten Tode.
Lascy war stets fest in der Ausführung seiner Absichten, verstand es, dasangeborene Feuer seines Charakters zu massigen und in den Schlachten seineungewöhnliche Kaltblütigkeit zu bewahren. In seiner Jugend war er in seinenUnternehmungen kühn, aber in reiferen Jahren war seine Entschlossenheit undKühnheit immer mit Berechnung und Vorsicht verbunden. Er erwog die Kräfteund Mittel seiner Truppen, und wo und wann man wagen konnte oder zögernund abwarten musste, grösstentheils zog er jedoch die Vorsicht der Kühnheitund Defensivoperationen den offensiven vor. Dieses sprach sich auch in seinemCordonsystem aus, falsch in seinen Principien und nicht übereinstimmend mitdem wahren Geiste des Krieges. Daher hat Lascy grosse Aehnlichkeit mitDann, ganz entgegensetzt dem Charakter Nadasdy's, Haddik's und Laudon's.