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sich auf geringe Kenntnisse aus der Geographie und Geometrie, aber derMangel derselben wurde reichlich durch natürliche Begabung und grosse Wiss-begierde ersetzt. Den ersten Feldzug machte er 1733 in Polen, und den zweitenim Jahre 1734 im Corps Lascy in Deutschland und von dort zurück zum Dnjeprmit. In den Feldzügen Münnich's in den Jahren 1736—39 gegen die Türkeneignete er sich zuerst die Kriegserfahrenheit an, und nach dem Friedensschlüssekehrte er bereits im Range eines Oberstlieutenants (24 Jahre alt) nach Petersburgzurück. Da er aber in Petersburg seine Wünsche nicht erfüllt sah, nahm ei-sernen Abschied und reiste nach Berlin, aber auch hier konnte er nicht in Diensttreten und begab sich daher nach Wien, wo er wohlwollend empfangen undin das slavonische Freicorps als Hauptmann aufgenommen wurde. Der Dienstbei diesen ausgezeichneten leichten Truppen, unter dem Befehle des berühmtenPartisanen Trenck, war für ihn die erste und ausgezeichnete praktische Kriegs-schule für den kleinen und Parteigängerkrieg, in welchem er sich in der Folgebesonders auszeichnete. Mit diesen Truppen theilte er den Ruhm, ohne sichden jener Zeit eigenen Grausamkeiten und den Leidenschaften der Plünderunghinzugeben. Im österreichischen Erbfolgekriege, beim Uebergange über denRhein bei Schröck, war er mit seiner Compagnie auf dem allerersten Fahr-zeuge, wurde bei der Landung durch eine Kugel am Unterleibe verwundet,die einzige Verwundung in seinem Leben, und von den Franzosen gefangengenommen. In der Gefangenschaft heilte seine Wunde und er wurde spätervon den Soldaten seines eigenen Corps befreit. Nach dem Rückzuge aus demElsass wurde dieses Corps in ein ungarisches reguläres Infanterie-Regimentumgestaltet, aber der Geist Trenck's blieb in ihm derselbe. Laudon lernte sichjedoch nicht mit Trenck einleben und nach der Schlacht bei Trautenau trat eraus dem Regimente und suchte in Wien eine andere Anstellung. In denProcess Trenck's verwickelt, rechtfertigte er sich durch von ihm erhaltene Be-fehle, aber damit gewann er nichts, und war schou im Begriffe, Dienste ineinem andern Staate zu suchen, als er endlich eine Anstellung als Major imLikkaner Grenzregiment erhielt. Bei den in Folge neuer Einrichtungen imJahre 1754 unter den Grenztruppen entstandenen Unruhen trug er bedeutendzur Wiederherstellung der Ordnung bei und widmete sich in seinen Mussestundenganz dem Studium der Kriegswissenschaften. Beleidigt dadurch, dass er beimBeginn des siebenjährigen Krieges nicht zur Feldarmee beordert worden war,begab er sich nach Wien, geraden Weges zum Staatskanzler Fürsten Kaunitzund fand in ihm einen Beschützer und in der Folge einen wahren Freund. MitHilfe seiner Protection trat er in den Felddienst als Oberstlieutenant, begabsich in die Armee des Feldmarschalls Browne in Böhmen und kam dort nach derSchlacht bei Lobositz an, nahm thätigen Antheil an dem Versuche, die in Pirnaumzingelten sächsischen Truppen zu befreien, bewerkstelligte glücklich beimRückzüge das Unternehmen gegen Teschen und wurde auf Cordondienst an dieGrenze der Lausitz gesandt. Hier operirte er unermüdet mit seinen Kroaten;