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Abth. 3, Die Neuzeit Bd. 3 (1875) Kriege der II. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts in West-Europa : 1740 - 1792 ; die Kriege Friedrich's des Grossen
Entstehung
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358 Beilagen.

nahm die Kasse, die Bagagewagen Friedrich's und viele Kriegsvorrätke mit sich.Nach Abschluss des Friedens zu Dresden wurde er in die Armee nach Italien ver-setzt und zeichnete sich bei Guastalla, Piacenza und Rottofreddo aus, belagerteNovi, half Genua erobern und drang zusammen mit dem General Browne überden Fluss Var in die Provence und Daupbine ein. Im Februar 1747 blockirte erdas gegen Oesterreich aufgestandene Genua, und wurde nach Beendigung desKrieges im Jahre 1748 zum General der Cavallerie befördert. Im Jahre 1754wurde er zum Commandanten von Ofen, und im Jahre 1756 zum Ban von Kroatienernannt. Im Jahre 1757 führte er Daun eine Verstärkung von einigen TausendKroaten und slavonischen leichten Truppen zu, trug viel zum Siege bei Kolin beiund erhielt das Grosskreuz des Maria-Theresia-Ordens. Bei dem Marsche derpreussischen Armee nach Leitmeritz folgte er derselben, indem er den Marschder österreichischen Hauptarmee nach Jungbunzlau deckte. Von den Preussenbei Ostritz angegriffen, bilsste er deu grössten Theil seines Trains ein, nahmaber thätigen Antheil an dem Siege über Winterfeldt bei Moys und belagerte underoberte darauf Schweidnitz. In der Schlacht bei Breslau setzte er zuerst überdie Lohe und schlug die heftigen Angriffe seines würdigen Gegners Ziethen zu-rück. Endlich in der Schlacht bei Leuthen war er der Erste, welcher die Ab-sicht Friedrich's, die linke Flanke anzugreifen, errieth und, hartnäckig auf derBrücke über das Schweidnitzerwasser sich haltend, einen grossen Theil derTruppen rettete. Dieses war seine letzte Kriegsthat: er kehrte nach Kroatienzurück und beschäftigte sich von der Zeit an thätig mit der Organisation derTruppen und Absendung derselben zur Armee, und nach dem Friedensschlüssemit der Umwandlung der irregulären Grenztruppen in reguläre. Er starb am13. Mai 1783 in Warasdin und hinterliess das Andenken eines geschicktenkroatischen Parteigängers und eines kühnen entschlossenen und geschicktenReitergenerals.

XIV.Haddik.

Andreas Haddik wurde im Jahre 1710 geboren, beschäftigte sich in seinerJugend mit der Rechtswissenschaft und hatte schon den Grad eines Aka-demikers erreicht, trat aber in den Kriegsdienst und betheiligte sich an denFeldzügen des Prinzen Eugen in den Jahren 173435 am Rhein, in den Jahren173839 gegen die Türken und in den Jahren 174048 am österreichischenErb folgekriege. In diesem letztern schon erwarb er sich Berühmtheit durchbesondere Auszeichnungen: im Jahre 1746 bei der Belagerung von Brüssel, woer sich mit einem kleinen Detachement durch die französischen Linien schlich,und im Jahre 1748 , indem er einen grossen Transport, der nach Bergen-op-Zoom ging, überfiel, die Bedeckung desselben zerstreute und sich des Trans-