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VI.Herzog von Braulischweig-Lüneburg-Bevern.
Er war der Sohn des preussischen Generals Herzogs Ernst Friedrich,wurde in Brannschweig am 10. October 1715 geboren, trat schon 1731 inpreussische Dienste in das Kegiment Kalkstein, und wurde noch in demselbenJahre zum Hauptmann befördert. Im Jahre 1734 begleitete er den König Fried-rich Wilhelm I. auf dem Feldzuge in Deutschland und wurde darauf zum Majorbefördert, und im Jahre 1739 zum Oberst mit der Bestimmung das RegimentKalkstein zu commandiren. Er nahm mit Auszeichnung an den schlesischen undam siebenjährigen Kriege Theil, wurde in der Schlacht bei Mollwitz verwundet,im Jahre 1743 zum Generalmajor befördert und zum Chef des RegimentsBredow ernannt; er zeichnete sich in der Schlacht bei Hohenfriedberg aus, imJahre 1746 wurde er zum Gouverneur von Stettin ernannt, im Jahre 1750zum Generallieutenant befördert und mit dem schwarzen Adlerorden decorirt.Am Anfange des siebenjährigen Krieges, im Jahre 17 56, führte er nachSachsen und Böhmen ein Corps, das grösstenteils aus pommerschen Regi-mentern gebildet worden war, und in der Schlacht bei Lobositz befehligte erden linken Flügel. Im Jahre 1757 schlug er die Oesterreicher unter dem Be-fehle Königsegg's in ihrem befestigten Lager bei Reichenberg, betheiligte sichan der Schlacht bei Prag, verfolgte nach derselben die flüchtende österreichischeArmee und zeichnete sich durch besondere Tapferkeit in der Schlacht beiKolin aus. Als Friedrich gegen die Franzosen nach Sachsen marschirte, über-trug er den Befehl über die Armee in der Lausitz an Bevern (so nannte manihn kurzweg). Nachdem er im Kampfe mit Nadasdi am Holzberge an derMoys starken Verlust erlitten hatte, rückte er mit grosser Geschicklichkeit zurVertheidigung Schlesiens vor und bezog ein befestigtes Lager bei Breslau, konnteaber weder der Eroberung von'[Schweidnitz zuvorkommen, noch die Ver-einigung des Herzogs Karl von Lothringen mit Nadasdi verhindern. In derSchlacht bei Breslau wurde er gezwungen seine Position aufzugeben und sichnach Breslau und hinter die Oder zurückzuziehen, und zwei Tage später wurdeer bei einer Recognoscirung von den Oesterreichern gefangen genommen undzog dadurch den Verdacht auf sich, dass er sich in der Absicht, dem ZorneFriedrich's zu entgehen, gefangen gegeben habe. Nach seinem Austausche imJahre 1758 bestimmte ihn Friedrich, als Zeichen seiner Ungnade, zum Com-mandanten von Stettin, beförderte ihn jedoch im Jahre 1759 zum General derInfanterie. Im Jahre 1762, nach Abschluss eines Waffenstillstandes mit denRussen, führte er pommersche Truppen nach Schlesien, wo erDaun bei Reichen-bach schlug, wonach ihm der Oberbefehl über die Truppen in Schlesien und inder Lausitz anvertraut wurde. Nach dem Friedensschlüsse kehrte er nachStettin zurück, wo er am 2. August 1782 starb. Die Unglücksfälle, die ihn