10. Die Kriegswissenschaft, ihre Geschichte u. Literatur. Lloyd's System. 592
leitung. Ueber die Hauptregeln des Krieges und über den Bestand unddie Eigenschaften verschiedener europäischer Armeen. 2) Erster Theil.Ueber den Krieg im Allgemeinen, über Bestand, Bewaffnung, Auf-stellung, Schlachtordnungen und Einrichtung verschiedener alter undneuer Armeen. 3) Zweiter Theil. Ueber die Philosophie des Krieges.4) Dritter Theil. Ueber die Verbindung und die Verhältnisse zwischenverschiedenen Regierungsformen und Kriegsoperationen. 5) VierterTheil. Speciell über Kriegsoperationen, über die Attake auf Lagerund Positionen, über Märsche, über die Operationslinie, über den Offensiv-und Defensivkrieg, über die leichten Truppen und über die Staats-grenzen. 6) Fünfter Theil. Prüfung der Grenzen verschiedener euro-päischer Staaten in militärischer Hinsicht.
Von den verschiedenen Gegenständen, die in diesem Werke be-sprochen werden, gehören im eigentlichen Sinne zur Wissenschaft derKriegführung: die Einleitung, im ersten Theile Kapitel I: über denKrieg im Allgemeinen, der ganze zweite Theil, im dritten TheileKapitel I : über die Verbindung und die Verhältnisse zwischen der Politikund dem Kriege, im vierten Theile Kapitel III : über die Operationslinie.Kapitel IV : über den Offensivkrieg, Kapitel V : über den Defensivkrieg,Kapitel VI: über die leichten Truppen und Kapitel VII : über die Staats-grenzen und der ganze fünfte Theil.
Hier soll im Wesentlichen auf den Inhalt dieser Theile und Kapitelund auf die in ihnen enthaltenen bemerkenswerthesten Ansichten Lloyd'shingewiesen werden.
§. 125.Lloyd's Denkschrift. Einleitung.
Inhalt: Ueber die Wichtigkeit und Nothwendigkeit des Studiums derKriegsgeschichte. Ueber die Hauptregeln des Krieges. Ueber die Noth-wendigkeit einer Kenntniss der Geographie oder Topographie und dermoralischen Eigenschaften der Bewohner und Truppen.
Indem Lloyd alle Schriftsteller, die über die Kriegskunst geschriebenhaben, in didaktische und historische eintheilt, hält er die letzteren fürnützlicher als die ersteren, besonders wenn die historischen Schriftstellerselbst, wie Xenophon, Polybius, Caesar und Arrian, nicht nur Zeugen,sondern auch Theilnehmer an den grossen kriegerischen Heldenthatenwaren. Ihre Schriften werden immer als wahre Quelle der Kriegs-wissenschaft anerkannt werden. Die neuern Schriftsteller, welche überdie Kriege und Feldherren des Alterthums geschrieben haben, warengrösstentheils gelehrte Männer, aber nicht Militärpersonen, und daher