9. Die Art und Weise der Kriegführung in der Periode von 1740—1792. 289
Oft wurden auch Operationen, wenigstens der kleine Krieg, im Winter be-werkstelligt.
Uebrigens waren die Armeen, wie früher, aufs Aeusserste in ihrenOperationen durch ihre Abhängigkeit von der Verpflegungsart und vonihren Militärniederlagen und durch die Fürsorge der Erhaltung ihrerCommunicationen mit denselben, gebunden. Bei Operationen gegenFestungen bewerkstelligte die eine Armee die Belagerung und eine anderedeckte diese durch Aufstellung vor der Festung mit mehr oder minderentschlossenen Defensiv- oder Offensivoperationen, ganz wie früher.Bei Operationen einer Armee gegen die andere aber operirten beide ent-weder entschlossen mit dem Ziele eines Kampfes oder die eine wich demKampfe in von Natur starken oder künstlich befestigten Positionen aus,oder schliesslich manövrirten beide, indem jede gegen die Communi-cationen der anderen operirte.
Mit einem Worte der Krieg erlangte in dieser Periode einen ent-schlosseneren Charakter als in der vorhergehenden und verlor seinenfrüheren Charakter eines Festungs- oder Belagerungskrieges. Seinenfrüheren Charakter des Manövrirens erhielt er aber nicht nur aufrecht,sondern entwickelte und verstärkte ihn noch ungemein.
Galitzin. Allgem. Kriegsgeschichte. III, 3.
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