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Abth. 3, Die Neuzeit Bd. 3 (1875) Kriege der II. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts in West-Europa : 1740 - 1792 ; die Kriege Friedrich's des Grossen
Entstehung
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Siebentes Kapitel.Der siebenjährige Krieg (17561763).

(Fortsetzung.)

II.Die letzten drei Feldzüge im siebenjährigen Kriege (17601762).

§ 82.

Der fünfte Feldzug, vom Jahre 1760: Die Lage, Streitkräfte, ihre

Aufstellung und die Operationspläne beider Parteien.

Die Erschöpfung Preussens liess Friedrich befürchten., schliesslichvon den überlegenen Streitkräften seiner Gegner erdrückt zu werden.Nur ein schneller Friedensschluss oder irgend eine wichtige Wendung inder europäischen Politik konnten ihn retten. Daher war er denn auchbemüht durch diplomatische Mittel Dieses und Jenes zu erreichen. Diegrössere oder geringere Zerrüttung und Erschöpfung der verbündetenMächte gaben ihm einige Hoffnung auf allgemeine Aussöhnung. Frank-reich begann sich von der Nutzlosigkeit des Krieges für sich zu über-zeugen und sah die Folgen einer falschen Pachtung seiner Politik, seineVerluste und seine Erniedrigung. Selbst an Mitteln zur KriegführungMangel leidend, konnte es nur mit Mühe diese für Russland und Schwe-den beschaffen. Deutschland, dessen Interessen der Krieg durchaus fremdstand, wünschte am meisten den Frieden. Sogar England, nachdem esschon alle Vortheile, die es erwerben konnte, erlangt hatte, sah keinenGrund, unnützer Weise seine Finanzen zu erschöpfen, und wünschte gleich-falls den Frieden. Trotz alledem blieben alle Unterhandlungen Friedrich'smit den hauptsächlichsten Cabineten vergebens, weil auf diese der Wie-ner Hof, in der Person des gewandten Kaunitz, grossen Einfluss aus-übte. Maria Theresia war entschlossen alle Kräfte und Mittel Oester-reichs aufzubieten, um durch die Zurückeroberung Schlesiens die