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Bataillonen ein anderes Lager in der Nähe von Moys, auf dem rechtenUfer der Neisse, zu beziehen, um die 0esterreicher zu beobachten, dieauf dem zwischen diesem Flusse und dem Queiss liegenden Terrain sichbefanden. Der Prinz von Braunschweig blieb mit 4000 Mann in Bautzen,um die dort befindlichen Magazine zu schützen und die Communicationenmit Sachsen sicherzustellen.
Der Herzog von Bevern hoffte, sich in seiner starken Position bis zurRückkehr Friedrich's halten zu können. Der Prinz von Lothringen aber,der numerisch überlegene Streitkräfte hatte, beschloss, ihn zurückzu-drängen und in der Abwesenheit Friedrich's Schlesien zu erobern. Zudiesem Zwecke marschirte er nach Ostritz, eroberte mit einem besonde-ren Detachement Bautzen und schickte den General Nadasdi nach Schöne-berg. Dieser griff Holzberg, das nur von 2 Bataillonen Winferfeldt's be-setzt war, an und eroberte es (bei dieser Gelegenheit fiel Winterfeldt).Uebrigens war gar nicht wahrzunehmen, dass die Oesterreicher irgendwelchen bestimmten Plan für ihre weiteren Operationen hatten. Trotz-dem zog sich der Herzog von Bevern, befürchtend, dass sie ihm amQueiss zuvorkommen könnten, eiligst über Hennersdorf und Naumburgnach Lissa zurück und stellte sich in einer sehr ungünstigen Position, mitdem Rücken an die Katzbach, mit der rechten Flanke nach Liegnitz, auf.Der Prinz von Lothringen folgte ihm bis an den FlussBober — im Rücken,von da ab nach Löwenberg und Jauer seitwärts im Flankenmarsch. Aufdiese Weise ward der Herzog von Bevern gleichzeitig von Sachsen undvon Friedrich, sowie von Breslau, Schweidnitz und Oberschlesien ab-geschnitten. Um nun'seine Communicationen mit letzteren Orten wiederherzustellen, nahm er die Marschrichtung nach Glogau, und als er sah.dass die Oesterreicher ihn nur sehr schwach verfolgten, überschritt ereiligst die Oder, marschirte nach Breslau, ging hier wieder auf das linkeOderufer zurück und nahm Aufstellung vor Breslau, hinter dem FlüsschenLohe, noch ehe die Oesterreicher jene Stadt erreicht hatten. Der Prinzvon Lothringen wollte unverzüglich den Herzog von Bevern angreifen:aber obgleich die österreichische Armee 90,000 Mann zählte, der Her-zog von Bevern aber nicht mehr als 30,000 Mann hatte, so überzeugtendoch die österreichischen Generale den Prinzen von Lothringen von derNotwendigkeit, zuerst in den Besitz einer Festung zu gelangen, umfür die weiteren Operationen einen Stützpunkt zu haben! In Folge dessenbelagerte Nadasdi mit einem starken Truppencorps die Festung Schweid-nitz, die nur .von einer 6000 Mann starken preussischen Garnison ver-theidigt wurde. Nach lötägiger Belagerung erstürmte er diese Festungund schloss sich dann der Hauptarmee an, welche während dieser gan-zen Zeit dem Herzoge von Bevern gegenüber in gänzlicher Unthätigkeitgeblieben war.
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