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Abth. 3, Die Neuzeit Bd. 3 (1875) Kriege der II. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts in West-Europa : 1740 - 1792 ; die Kriege Friedrich's des Grossen
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1 1 2 III. Kriege in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Oesterreicher eine sehr starke Position innehatten, versuchte er dieselbendurch Umgehungen und Manövriren in einem für sie weniger günstigenTerrain zum Kampfe zu zwingen, hatte aber darin keinen Erfolg undstellte sich schliesslich bei Bernstadt auf.

§.40.Operationen in Westfalen.Uebereinstimmend mit den Bedingungen des zwischen Frankreichund Oesterreich geschlossenen Bündnisses sammelten sich am Anfang desMonats April zwischen der Maas und dem unteren Rhein 100,000 Mannfranzösische Truppen. Von diesen Truppen marschirte ein 30,000 Mannstarkes Corps, dem noch 3000 Oesterreicher aus Brabant sich angeschlossenhatten, in Düsseldorf über den Rhein und rückte unter dem Befehle desMarschall Soubise in Sachsen ein. Die übrigen 70,000 Mann hingegen1^112 Bataillone und 119 Escadronen mit 300 Geschützen) , die von demMarschall Marquis d'Estrees befehligt wurden, besetzten Hessen-Kasselund marschirten über Westfalen nach Hannover. Fast zur selben Zeitsammelte sich bei Bielefeld eine 48,000 Mann starke, von den Bundes-genossen Preussens, Hannover, Hessen und Braunschweig, gestellte Ar-mee unter dem Befehle des Herzogs von Cumberland. Dieselbe zog sichaber bald darauf, den Anordnungen des hannoverschen Ministeriums ge-mäss, nach Hameln zurück, ging über die Weser und nahm in der Nähevon Hastenbeck hinter Sümpfen derart Aufstellung, dass ihr rechter Flü-gel an die Weser und der linke an bewaldete und zerklüftete Höhen sichanlehnte. Das Dorf Hastenbeck , welches vor dem Centrum der Armee-aufstellung lag, wurde eingeäschert und auf dem rechten Flügel hatteman den grössten Theil der Reiterei unter einem Winkel (en potence) undzwei Batterien aufgestellt. Die Franzosen, die oberhalb Hameln, zwi-schen Bevernngen und Höxter über die Weser gegangen waren, griffendie Armee der Verbündeten am 26. Juli mit einem Theile ihrer Streit-kräfte in der Fronte an, während zwei starke Truppencorps (unter Ar-mentiere und Chevere) deren linken Flügel umgingen und die dort be-findlichen bewaldeten Anhöhen besetzten. Hier entspann sich ein hefti-ger Kampf, in welchem sich der Sieg bald auf die eine, bald auf die an-dere Seite neigte.- Die Verbündeten nahmen die französische Batterieund indem sie den Wald umgingen, den die Franzosen besetzt hielten,wurden die letzteren gezwungen, denselben zu räumen, so dass die Schlachtfür die Franzosen verloren schien und der Marschall d'Estrees sich schonzum Rückzuge anschickte, als er erfuhr, dass die Verbündeten ihm darinzuvorgekommen und ihrerseits nach Hainein zurückgegangen seien.

Ohne die unzeitige Eile, mit welcher der Herzog von Cnmberlanddeu Kampf abbrach und sich zurückzog, wäre der Sieg unzweifelhaft auf