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Abth. 3, Die Neuzeit Bd. 3 (1875) Kriege der II. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts in West-Europa : 1740 - 1792 ; die Kriege Friedrich's des Grossen
Entstehung
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ßO III. Kriege in der zweiten Iliilfte des 18. Jahrhunderts.

In Italien eroberten die österreichischen und die mit ihnen verbün-deten sardinischen Truppen (an 30,000 Mann) unter dein Befehl desFeldntarschalls Traun Modena und Mirandola. Der König von Neapel,der einen kleinen Theil seiner Truppen (7000 Mann) der spanischen Armeeeinverleibt hatte, schickte sich an, zu Gunsten seines Bruders, des Infan-ten Don Philipp, zu handeln. Aberdie englische Flotte, welche ganz uner-wartet vor Neapel erschienen war und es zu bombardiren drohte, zwangden König von Neapel zur Neutralität. Die neapolitanischen Truppen wur-den aus der Armee Montemara's zurückberufen, und bald daraufzog sichdiese Armee, hart von den Verbündeten gedrängt, nach Süd-Italien zurück.

Im September ging der Infant Don Philipp mit einer andern spani-schen Armee über die Pyrenäen, drang durch die Provence nach Piemontund versuchte Nizza zu erobern, hatte aber keinen Erfolg und zog sichnach Savoyeu zurück, wo er sieh festsetzte.

§.21.Der Feldzug vom Jahre 1743. Die Oper-ationen am Rhein und

in Italien.

Die Erfolge der Oesterreicher waren im Jahre 1743 noch bedeuten-der. Nachdem sie in Baiern gegen Maillebois und Seckendorf nur einenTheil ihrer Streitkräfte unter dem Befehle des Feldmarschalls Traun zu-zückgelassen hatten, wandten sie sich gegen die spanische Armee, die imFebruar von Neuem in das Herzogtimm Modena eingerückt war und diestatt des Herzogs von Montemara vom Marsehall Gages befehligt wurde.Dieser griff am 8. Februar die österreichisch-sardinische Armee Traun'sbei Campo Santo an, wurde aber geschlagen und bis Bimini im Kirchen-staate zurückgedrängt. Anderseits versuchte der Infant Don Philipp zweiMal, jedoch erfolglos, aus Savoyen nach Piemont einzudringen.

Inzwischen entschloss sich England, den politischen Einfmss Frank-reichs auf die Angelegenheiten Deutschlands zu schwächen, indem essowohl die Rechte Maria Theresiens auf den österreichischen Thron, alsauch den Oesterreich ergebenen Kurfürsten von Mainz augenfällig unter-stützte und den Kurfürsten von der Pfalz zur Neutralität zwang. Zu die-sem Zwecke war in den Niederlanden unter persönlicher Anführung desKönigs Georg II. von England die sogenannte pragmatische Armee ge-sammelt, welche aus englischen, hannoverschen und österreichischenTruppen, im Ganzen gegen 43,000 Mann stark, bestand. Diese Armeemarschirte aus den Niederlanden nach dem Main und stellte sich zwischenAsciiaffenburg und Hanau auf. Derselben wurde der Marschall Noaillesmit einer 50,000 Mann starken französischen Armee aus dem Elsass ent-gegengeschickt. In der Absicht, die pragmatische Armee von Hanau ab-zuschneiden, überschritt Noailles heimlich bei Dettingen den Main, ward