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•haltenen Kanonade, in der Nacht auf München zurück. Die Franzosen undSchweden überschritten nach ihnen den Lech und nachdem sie 2000 MannTruppen zur Deckung der wieder hergestellten Brücke zurückgelassen, mar-schirten sie, den Baiern folgend, nach Neuburg und Freising, überschrittendie Isar, besetzten Landshut und drangen gegen Wasserburg und Mühldorf amInn vor, konnten aber nicht über ihn setzen, weil es ihnen an Pontons fehlteund der Inn zu breit und zu tief war. Die Baiern zogen sich vor ihnen hinterden Inn zurück, nachdem sie starke Heerestheile nach München, Wasserburgund Ingolstadt e#sandt; der Kurfürst von Baiern selbst begab sich nach Salz-burg und von dort nach Tirol. So standen denn Turenne und Wrangel an denGrenzen Ober-Oesterreichs, hatten hinter sich ganz Baiern besetzt und ver-sorgten ihre Heere mit allem Nöthigen, wobei sie ohne die geringste Schonungverfuhren, ja noch mehr, aus Hache gegen den Kurfürsten für seine Treulosig-keit, das Land aufs Grausamste bedrückten. Sie hatten jetzt nur den Inn zuüberschreiten — und in Oberösterreich hätten sie an den Bewohnern, die ge-reizt und zum Aufstande gegen den Kaiser bereit waren, Unterstützung ge-funden. Es scheint jedoch, dass ein besonderes Walten des Schicksals die Erb-lande des Kaisers in diesem ganzen Kriege vor feindlichen Einfällen bewahrte.So auch jetzt. Piccolomini und der bairische General Enkevort, die bei Wils-hofen und Passau 9— 10,000 Mann Infanterie und gegen 15,000 Mann Reitereinebst vielen Geschützen gesammelt, überschritten die Donau und rückten gegenEggenfelden, nahe bei Mühldorf, auf dem linken Isarufer vor. Dies zwangTurenne und Wrangel, sich auf Dingolfing an der unteren Isar zurückzu-ziehen , wo sie ein befestigtes Lager aufschlugen, während Piccolomini undEnkevort gleichfalls in einem befestigten Lager bei Landau an der unteren IsarStellung nahmen. In dieser Stellung blieben beide Gegner bis Anfang August,wo sich Piccolomini und Enkevort Dingolfing näherten und einen jenseits derIsar befindlichen schwedischen Posten angriffen, aber weder das Eine noch dasAndere hatte irgendwelchen Erfolg. Ebenso erfolglos beschoss Wrangel dasfeindliche Lager, wie auch der Feind ohne Erfolg das französisch-schwedischeLager angriff. Von grösserer Bedeutung war es, dass Königsmark bald nachder Schlacht bei Zusmarshäusen nach Böhmen vordrang und die Kleinseite Prags(auf dem linken Moldau-Ufer) einnahm, wodurch Piccolomini genöthigt wurde,einige Truppen nach Böhmen zu beordern. Nachdem Turenne und Wrangeldie Umgegend Dingolfings ausgesogen, bezogen sie Ende August ein anderesLager bei Moosburg, während der Feind bei Landshut Stellung nahm. BisEnde September blieben beide Gegner in Unthätigkeit, den 30. Septemberzogen Turenne und Wrangel sich hinter den Lech zurück und stellten sicham 11. October auf dem linken Ufer des mittleren Lech, zwischen Augsburgund Landsberg bei Schwäbisch-München auf, von wo sie gegen Donauwörthrückten, hier die Donau überschritten und sich nach Eichstädt und in die oberePfalz wandten. Die kaiserlich-bairische Armee folgte ihnen von der Isar zumLech. Nach dem bald darauf erfolgten Abschluss des westphälischen Friedens