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nebst vielen Officieren. Zum Glück für Turenne verfolgten ihn die Baiern nichtmit ihrem ganzen Heere, nicht sogleich und auch nicht weit, sondern wendetensich bald darauf gegen den Rhein, bemächtigten sich Germersheims und be-lagerten Kirchhain. Turenne aber zog sich in die hessen-darmstädtischen Be-sitzungen zurück und von da nach Kassel, um sich mit den hessischen und denschwedischen Truppen des Generals Königsmark (erstere 6000 und letztere4000 Mann stark) zu vereinigen. Bei Wolfhagen in der Nähe von Kasselvereinigte er seine 3—4000 Mann starke Reiterei und 1500 Mann Infanteriemit den Truppen des Generals Königsmark, wodurch ein Heer von 14,500 bis15,500 Mann hergestellt wurde. Dieses Heer rückte nun ohne Verzug nachKirchhain und zwang die Baiern, die Belagerung dieses Platzes aufzuheben,— was schon einen Monat nach der Schlacht bei Mergentheim geschah undsomit ein Beweis der ungewöhnlichen Thätigkeit Turenne's wie der Schnelligkeitsejner Bewegungen ist. Die Baiern zogen sich nach Pranken zurück, währenddas Heer der Verbündeten einige Tage in den hessen-darmstädtischen Besitzun-gen verweilte, worauf Turenne es dem französischen Heere unter Conde (8000Mann), das bei Speier über den Rhein ging, entgegenführte, und sich mit ihmden 5. Juli in der Umgegend von Ladenburg am unteren Neckar in der NäheMannheims vereinigte. Darnach rückten Conde und Turenne gegen Heilbronn,und als sie dort jenseits des Neckars die Baiern vorfanden, wandten sie sichlinks nach Wimpfen; bemächtigten sich der Stadt und überschritten den Neckar.Königsmark, der sich mit Conde veruneinigte, trennte sich von ihm in Wimpfenmit den schwedischen Truppen, die er gegen den Main führte, während Condeund Turenne sich nach Rothenburg an der Tauber begaben; die bairische Armeeaber zog sich nach Feuchtwangen zurück, wo sie in einer befestigten PositionStellung nahm; jedoch bald verliess sie auch diese, um sich in einer anderenPosition hinter Dinkelsbühl aufzustellen, nachdem sie in diesem Orte 3—400Mann als Garnison zurückgelassen. Als Turenne und Conde bei Dinkelsbühlanlangten, erfuhren sie, dass die bairische Armee unter Mercy ihnen entgegen-rücke ; beide stellten sich nun an die Spitze der Avantgarde, während MarschallGrammont mit der Hauptmacht ihnen folgte, und gingen so um 1 Uhr Nachtsdem Feinde entgegen. Mit Tagesanbruch stiessen sie auf die bairische Avant-garde, die sich auf ihre hinter Teichen aufgestellte Hauptmacht zurückzog.Nun begann eine Kanonade, die den ganzen Tag über fortgesetzt wurde. Daes ein Ding der Unmöglichkeit war, Mercy in seiner Position anzugreifen, sotraten Conde und Turenne in der Nacht den Rückzug nach Dinkelsbühl an, vonwo sie ohne Verzug nach Nördlingen rückten, das sie Tags darauf erreichten.Die bairische Armee, verstärkt durch 6—7000 Mann kaiserlicher Truppen unterGeneral Geleen, liess ihre Bagage zurück und zog gleichfalls gegen Nördlingen,wo sie auf einer Anhöhe Stellung nahm, indem sie sich mit ihrem rechten Flügelan den Lech, mit dem linken an das Bergschloss Allerheim stützte. Das Schloss(auf dem Berge) und das Dorf AUerheim (am Fusse des Berges ; i wurden voneinem Theil der Infanterie besetzt, die Anhöhe hinter dem Dorfe aber von der