Kriege der Don- und Dnjepr-Kasaken. 717
und Tataren nieder und zwangen Dewlet-Ghirei zum Abzüge vonKonskije Wody nach der Krym.
Im Jahre 1558 gab Johann an Wischnewezki 5000 Shilzen,Bojaren-Kinder, Strelitzen und Kasaken (städtische) und befahl ihm,mit den tscherkessischen Fürsten zusammen die Krym zu bekriegen.Wischnewezki zog zu den Dnjepr-Mündungen, ohne auf Tataren zustossen, und kehrte nach Moskau zurück, indem er Rshewski mit denKasaken am Dnjepr zurückliess. Im Jahre 1559 fuhr er mit 5000 Mannrussischer Truppen auf leichten Schiffen den Don hinab nach Asow,vermochte aber nur auf der Ipsara einige Ssotnien Krymzer zu ver-nichten, welche nach Kasan vorgedrungen waren. Im Jahre 1560schickte Johann auf Bitten der Tscherkessischen Fürsten Wischne-wezki zu diesen. Aber Wischnewezki, der die Veränderlichkeitdes Charakters Johann's nach dem Tode der Zariza Anastasia unddessen Grausamkeit fürchtete, kehrte nach Lithauen zurück und wurdevon Sigismund II. August gnädig aufgenommen, zu derselben Zeit,wo sein Bruder, der Rottmeister Michael, die Umgegend von Tscher-nigow und Starodub verwüstete, dann aber von dem Sjäversker Wojc-woden Fürst Schtscherbatow besiegt wurde (1563). DimitrjiWischnewezki war schon alt und schwach, noch immer aber ehr-geizig und ruhmsüchtig. Die moldauischen Bojaren erwählten ihn zumHospodaren an Stelle von Stephan IX., er ging mit einem kleinenHeere nach der Moldau ab, wurde aber von Stephan ergriffen undnach Konstantinopel vor den Sultan gebracht, welcher ihn vom höchstenStockwerk auf Lanzen herabwerfen Hess, — und so endete Wischne-wezki sein Leben mit einem qualvollen Tode.
Indessen wurden in der Hetmanschaft Wenzeslaw Chmjäl-nitzki's durch die polnischen Reichstage zu Warschau (1563), Grodno(1568) und Ljublin (1569) für Klein-Russland alle früheren Vorrechte.Freiheiten und Rechte bestätigt und viele neue und wichtige hinzu ver-liehen, auch wurde es (mit Ausnahme.der Wojewodschaft Kiew) vonLithauen abgetrennt und mit Polen vereinigt, als gleich mit demgleichen und als frei mit dem freien, wobei auch die Freiheitdes rechten Glaubens gewährleistet wurde. Demnächst starb, im Jahre1569, Chmj älnitzki, und an seine Stelle wurde Fürst MichaelWischnewezki gewählt. Diesen schickte Sigismund IL sogleichnach Astrachan Johann zu Hülfe, wohin Türken und Tataren gezogenwaren. Aus Tscherkassy abrückend, zog Wischnewezki unterwegsdie Ochotschekomonnye-Regimenter und einen Theil der Saporoger mitsich. In Astrachan fand er bei seinem Eintreffen daselbst schon Türkenxmd Tataren, welche in gesonderten Lagern vor der Stadt standen, erselbst schlug sein Lager oberhalb der feindlichen an der Wolga auf, be-