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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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716 III- Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreißigjährigen Kriege etc.

schlagen und ging zurück. Danach brannte er Radogoschtschj nieder,machte viele Gefangene und schloss Tschernigow ein, wurde aber ge-schlagen und floh unter Zurücklassung der Geschütze und Fahrzeugenach Kiew.

Diese Niederlagen wurden jedoch bald wieder ausgewetzt. ImJahre 1535 schickte Sigismund I. 40000 Mann nach Starodub; ihnenvoraus zog Daschkowitsch mit Bulgak und den KleinrussischenKasaken: dann kamen Nemirowitsch, Jurji Kadziwil, JanTarnowski und Fürst Uija Ostroshski. Sie nahmen Gomelj, be-lagerten Telepnewo, rissen in Starodub die Mauer nieder, drangen in dieStadt, vertrieben 13000 Einwohner, verwüsteten die Umgebungen vonKnjashitschj, Schklow, Kopyss, Orscha und Dubrowna, und zogendann nach Smolensk ab.

Im Jahre 1536 befahl Sigismund dem Nemirowitsch dieFestung Jwangorod an dem Sebjesha-Fluss einzunehmen. Sie wurde von20000 Mann belagert, aber die Ungeschicklichkeit von Nemiro-witsch's Kanonieren und die umsichtige Vertheidigung durch dieFürsten Sassjäkin und Tusch in waren Schuld an dem MisserfolgeNemirowitsch's. Die Kasaken gingen über das Eis des See's, dasjedoch unter ihnen brach, die russischen Truppen vollendeten ihre Nie-derlage, und Nemirowitsch floh abermals nach Kiew unter Zurück-lassung seiner Geschütze und Fahnen.

Im Jahre 1540 starb der berühmte Daschkowitsch; im Jahre1556 aber löste Fürst Dimitrji Wischnewezki, nur Freiwillige ausden Saporogern mit sich nehmend, sich von Klein-Russland ab, besetztedie Insel Chortiza, erbaute auf derselben eine Festung, bot Johann IV.seine Dienste gegen den Krym-Khan an, äscherte Islam-Kermenj eiu.und führte die Geschütze von dort in seine Festung fort, wo ihn derKhan 24 Tage lang vergeblich belagerte (1557). In dieser Zeit befestigteer die Insel Tomakowka und Hess zum ersten Male Tschaiken oderKähne aus Büffel-Fellen construiren, um sie leichter auf dem Landefortschleppen zu können. Er konnte sich jedoch auf seiner Insel nichtbehaupten: als Sultan Suleiman I. dem Khan Türken und Walachenzu Hülfe schickte und Wischnewezki die Kräfte und Vorräthe aus-gingen, zog er auf das rechte Dnjepr-Ufer ab und besetzte Tscherkassyund Kanjew. Johann aber befahl ihm, diese Orte an Sigismund II.August abzugeben und nach Moskau zu kommen, wo er ihm Bjelewmit Bezirken verlieh.

Im Jahre 1556 vereinigten 300 Kasaken mit den Atamans Jesko-witsch und Mlynski sich, ähnlich wie mit Wischnewezki, mitdem Djaken Johann Rshewski, schlugen sich vor Islam-Kermenjund Otschakow 6 Tage lang herum, machten eine, grosse Anzahl Türken