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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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Kriege der Don- und Dnjepr-Kasaken. . 711

zichtend, rief er Daschkowitsch mit 1200 Saporogern und gemeineuKasaken herbei, drang mit ihnen bis Bjälgrad (Akkjerman) vor, das vonden Türken besetzt war, schlug mehrere tatarische Corps und brachte an500 Pferde und 3000 Stück Vieh in die Ssjätschj mit zurück. Daraufgelang es ihnen, gesonderte Krymsche Corps zu hesiegen und den Ta-taren das Land am Dnjepr und der Dnjepr-Mündung zu entreissen, wel-ches die Tataren noch seit der Zeit Baty's beherrschten. Dagegenverheerten im Jahre 1519 Kalla-Bagadur (-Bogatyr-Held), der SohnMahmet-G-hirei's, mit 30000 Mann auserlesener Krymscher Reitereidas ganze Land fast bis Krakau auf dag Schrecklichste, besiegte Os-trosbski vor Sokalo am Bug und führte 60000 Gefangene fort.

Als Sigismund I. im Jahre 1522 Waffenstillstand mit Was-silj i III schloss und alle seine Kräfte gegen den deutschen oder preus-sischen Orden wendete. nahmeD an diesem Kriege mit Letzterem und ander Eroberung von Holland und Marienwerder zum ersten Male auchklein-russische Kasaken Theil. Daschkowitsch machte mit denSaporogern im Jahre 1521 auch den Krieg Mahmet-Grhirei's gegenWassilji III. mit und half das moskauische Land von Woronesh biszur Moskwa und his Nishni-Nowgorod verwüsten (s. 23. Capitel § 186).Daschkowitsch erhielt zur Belohnung für die dem Khan geleisteteHülfe von Sigismund die Trozkoer Wojewodschaft, vom Khanaber eine totale Niederlage am Dnjepr-Ufer, wohei er noch gefangengenommen wurde. Nachdem aber der Khan von den Nogaien ermordetworden, entkam Daschkowitsch aus der Gefangenschaft und brachnun sofort mit den Saporogern gegen Otschakow auf, dessen Festungs-werke er anzündete, dann verbündete er sich mit den Nogaien und ver-heerte die Krym furchtbar (1523).

Drei Jahre später, als Suleiman L, türkischer Sultan, in Ungarneindrang und zur Abwehr der Polen dem Krym-Khan die Verwüstungvon Lithauen aufgegeben hatte, besiegten Ostroshski, Daschko-witsch und deren würdiger Gefährte Nemirowitsch, Wojewodevon Kiew, im Jahre 1526 den Khan bei Kiew, trieben ihn 40 Meilen weitdavon zurück, zwangen 7000 Krymzer sich gefangen zu geben und be-freiten einige 1000 christliche Gefangene. Dann zersprengte Dasch-kowitsch die Tataren noch bei Tscherkassy und Kanjew. Im. Jahre1528 vereinigte er sich mit 1300 Saporogern mit Lanzkoronski undrückte mit ihm von Neuem auf Otschakow. Dreimal schlugen sie dieKrymzer und trieben eine Menge Pferde und Hornvieh aus der Krym weg.Dies war der letzte Zug Lanzkoronski's, bald danach endete seinan Ruhm und Verdiensten um Klein-Russland so reiches Leben.

An seine Stelle wurde noch im Jahre 1512 der durch seine bürger-lichen Tugenden berühmte Fürst Dimitrji Wischnewezki zum

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