690 HI. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjiihrigen Kriege etc.
heraus zu hauen. Trubezkoi wollte sie nicht fortlassen, aber sie hörtennicht auf ihn und warfen sich in den Fluss, und ihr Beispiel riss aucheinige Atamans und Kasaken Trubezkoi's mit fort. Die Ankunft dieserfrischen Truppen entschied den Kampf zu Gunsten Posharski's:Chodkjäwitsch gab die Hoffnung auf ; zum Kreml durchzubrechenund kehrte zum Poklonna-Berge zurück. Die Polen aber, welche in-dessen einen Ausfall aus dem Kreml gemacht hatten, um die WodjanschenThore zu befreien, wurden mit dem Verluste ihrer Fahnen zurückge-schlagen. In der folgenden Nacht aber fuhren 400 Wagen mit Lebens-mitteln unter Bedeckung von 600 Polen auf einem Wege zur Stadt,welchen der russische Verräther Grigorji Or 1 ow gezeigt hatte. DieBedeckungstruppe hatte schon die Stadt erreicht, als russische Ratnikierschienen, ein heftiges Feuer eröffneten und sich der Fahrzeuge be-mächtigten.
Am Sonntag den 23. August machten die Belagerten von Neuemeinen Ausfall aus Kitai-Gorod, gingen durch den Moskwa-Fluss undnahmen die russische Schanze bei der St. Georgs-Kirche (in Jandow).auf deren Glockenthurme sie die russische Fahne entfalteten. Ausserdemfiel an diesem Tage Nichts weiter vor: Chodkjäwitsch benutzte ihnzur Verlegung seiner Truppen vom Poklonna-Berge zum Donskoi-Kloster.um auf der Samoskoworjätschje durch die heutige Ordynska und Pjat-nitzka-Strasse in die Stadt einzudringen. Vielleicht hoffte er keinem hef-tigen Widerstände von Seiten der dort stehenden Kasaken zu begegnen,deren Gleichgültigkeit er neulich erfahren hatte, und rechnete darauf,dass die Opoltschenie Posharski's zur Vergeltung nun auch nicht denKasaken zu Hülfe kommen werde. T r u b e z k o i und P o s h a r s k i stan-den an diesem Tage folgendermaassen: der Erstere längs des Ufers derMoskwa von (Alt-) Luschnikow anfangend, eines seiner Kasakencorpshatte die Schanze bei der Kirche des heiligen Clemens besetzt (an derPjatnitzka), — der Andere war mit dem grössten Theile des Aufgebotesdurch die Samoskoworjätschje gerückt, um mit Trubezkoi gemeinsamden Chodkjäwitsch nicht in die Stadt zu lassen; der Train Pos-harski's befand sich nach wie vor auf dem linken Ufer des Flussesneben der Kirche des heiligen Elias Obydenny.
Am Montag den 24. August mit Tages-Anbruch begann der Kampf,der bis zur elften Stunde des Tages dauerte und anfänglich für dieRussen nicht glücklich war. Die Polen brachten sie in Verwirrung unddrängten sie gegen den Fluss, so dass Posharski selbst mit seinemRegiment kaum Stand hielt und gezwungen war, auf das andere Uferzurück zu gehen. Trubezkoi zog sich mit seinen Kasaken in ihreTabor's am Flusse; die Kasaken räumten auch die Clement] ew-Schanze,welche sofort von den Polen besetzt wurde, die aus der Chinesen-Stadt