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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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688 HL Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

durch irgend welchen Vertrag ungesäumt sichern. Ueber diesen Punktaber entstanden in der Opoltschenie Meinungs-Verschiedenheiten: dieEinen wollten vor Moskau rücken, die Andern waren dagegen, indem siegeltend machten, dass die Kasaken Poskarski vor Moskau lockenwollten, um ihn dort umzubringen, wie Ljapunow. Um diese Zeit trafauch ein Vorschlag Margeret's nebst dreien seiner Gehülfen aus denfremdländischen Söldnern ein, welche schrieben, dass sie Kriegsleutezusammengebracht hätten und bereit seien mit denselben der Opoltscheniezu Hülfe zu ziehen. Posharski und die übrigen Befehlshaber desAufgebotes antworteten den Gehülfen Margeret's, dass sie ihnen fürdie angebotenen Dienste dankten, aber verwundert seien, dass sie mitMarger et in Verbindung ständen, welcher so oft von einer Seite aufdie andere, vom Zaren Boris zum Prätendenten, dann zu Sholk-jäwski übergegangen sei, später an der Einäscherung von Moskau,Plünderung und Niedermetzelung seiner Einwohner theilgenommen habe,endlich mit dem Verräther Saltykow nach Polen abgezogen sei, undjetzt der Opoltschenie gegen die Polen helfen wolle; dass die Opolt-schenje, lediglich aus Küssen bestehend, für ihren Glauben und ihrVaterland zu Felde ziehe, ohne Besoldung, und allein mit ihren Feindenfertig werden könne, ohne fremde Söldner.

Nicht gar so leicht war es, von den vormoskauischen Kasaken los-zukommen, und noch hatte Posharski keinen Vertrag mit ihnen ge-schlossen, als die Nachricht eintraf, dass Chodkjäwitsch stündlichin Moskau zu erwarten sei.

Am selben Tage brach, nach einem Gottesdienste bei den Reliquiendes Kirchenvaters Sergjei, die Opoltschenie, in Prozession aus demKloster geführt, nach Moskau auf und traf vor Abend am Flusse Jausaein, nach einem Marsche von fünf Werst. An das Arbatsche Thor wur-den Abtheilungen zum Becognosciren eines für das Lager geeignetenPlatzes ausgeschickt, die Nacht brach schon herein als sie zurückkehrten,und deshalb beschloss Posharski für diese Nacht auf dem Punktestehen zu bleiben, wo man sich gerade befand. Trubezkoi schicktewiederholt, Posharski solle zu ihm in das Lager am Jausischen Thorekommen, dieser aber und die ganze Opoltschenie erwiderten jedesmal :»es liegt gar kein Anlass vor, dass wir mit den Kasaken beisammen sind«.Trubezkoi und die Kasaken waren dadurch beleidigt und zürnten, —und auf diese Weise befanden sich denn zwei Aufgebote vor Moskau,dem Anscheine nach beide denselben Zweck verfolgend, aber thatsäch-lich sehr von einander verschieden nach Zusammensetzung und Gesin-nung, — das eine alt und ungesund, das andere neu und gesund, — unddeshalb beide einander feindlich gesinnt. Für die neue russische Landes-Opoltschenje wurde die Sache der Befreiung des Staates von den äusseren