Bemerkenswertheste Kriege und Feldziige. 687
samste Weise mit ihnen, sodass die Ukrainschen endlich nach JaroslawlGesandte schickten mit der Bitte, sie von den Kasaken zu erretten. Manentliess sie mit der Nachricht, dass die Opoltschenje auf Moskau rücke.Sobald aber Zaruzki und seine Kasaken dies erfahren, wollten sie dieUkrainschen umbringen, von welchen ein Theil sich mit Mühe in dasRegiment zu Dmitrij ew rettete , die Anderen waren genöthigt, nachihren Städten zu entfliehen. Zaruzki war nicht damit zufrieden, sieverjagt zu haben, sondern wollte sogar das Anrücken der Opoltschenieverhindern, und schickte deshalb ein starkes Kasakencorps aus, um demFürsten Lopata-Posharski den Weg zu verlegen, sein Corps zuschlagen und ihn selbst zu tödten. Aber das gelang nicht: das CorpsLopata-Posharski's warf die Kasaken zurück und trieb sie in dieFlucht.
Endlich, in den letzten Tagen des Juli, rückte auch die Haupt-Opol-tschenje aus Jaroslawl ab und auf Rostow. Hier stiessen noch eine MengeRatnye Ljudi aus verschiedenen Provinzen zu ihr, sodass Posharskiein Corps unter Obraszow nach Bjelosersk entsenden konnte, für denFall feindlicher Bewegungen der Schweden gegen ihn.
Als Zaruzki erfuhr, dass die Opoltschenje aus Jaroslawl aufge-brochen sei, ging er mit den ihm ergebenen Kasaken, welche fast dieHälfte des vor Moskau stehenden Kasakenheeres ausmachten, nach Ko-lomna, wo Marina mit ihrem Sohne lebte. Nachdem er sie ergriffenund Kolomna zerstört hatte, zog er in das Rjäsansche Land, verwüstetees und stellte sich in Michailow auf. Die Polen gaben als Grund für denAbzug Zaruzki's aus dem Lager vor Moskau dies an, dass C h o d k j ä-witsch aus Rogatschew Verbindungen mit ihm angeknüpft und durchverschiedene Versprechungen ihn bewogen hätte, auf die Seite des Kö-nigs überzugehen, dass Trubezkoi aber davon Wind bekommen, undZaruzki es nun für das Beste gehalten habe, nach Kolomna abzuziehen.Die mit Trubezkoi zurückgebliebenen Kasaken schickten ihren AtamanWnukow mit Gehülfen nach Rostow, um Posharski zu bitten, schleu-nigst nach Moskau zu kommen, zugleich aber auch heimlich zu erkun-den, ob Posharski feindliche Absichten gegen die Kasaken hege.Posharski und Min in behandelten Wnukow und dessen Gehülfenmit Freundlichkeit und entliessen sie mit der Mittheilung, dass sie un-verweilt kommen würden. Wirklich brachen sie gleich nach Jenen durchPerejaslawl zum Troizko-Kloster auf.
Am 14. August hier anlangend, stellten sie die Opoltschenje zwi-schen dem Kloster und dem Klementj ewschen Weiler (Sloboda) auf.Hier kamen Bedenken über sie; sie fürchteten nicht die Polen in Mos-kau, nicht den heranrückenden Chodkjäwitseh, aber die Kasaken,denen sie nicht trauten. Deshalb wollten sie sich nach dieser Seite hin